Schwere Arbeitsrechtsverstöße auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen aufgedeckt
Jonas SchmidtSchwere Arbeitsrechtsverstöße auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen aufgedeckt
Zollbeamte in Münster deckten bei einer überraschenden Kontrolle an fünf Glasfaser-Baustellen schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht auf. Die Überprüfungen am 26. März 2026 zeigten, dass mehr als die Hälfte der Beschäftigten illegal beschäftigt war – einige von ihnen besaßen überhaupt keine gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland.
Insgesamt wurden 38 Arbeiter auf den Baustellen überprüft. Davon waren 20 nicht sozialversicherungspflichtig gemeldet und arbeiteten damit schwarz. Ein Mann versuchte bei Eintreffen der Beamten zu fliehen, ein weiterer wurde mit einem aktiven Haftbefehl gesucht und sofort der Polizei übergeben.
Sechs der nicht angemeldeten Arbeiter durften zudem überhaupt nicht in Deutschland arbeiten. Verena John, Pressesprecherin des Hauptzollamts Münster, bezeichnete die Verstöße später als "besonders schwerwiegend".
Die Aktion legte weitverbreitete illegale Beschäftigung in den Bauprojekten offen. Die Behörden werden nun voraussichtlich weitere Maßnahmen gegen die Verantwortlichen einleiten, die nicht gemeldete und nicht arbeitsberechtigte Kräfte eingestellt hatten. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Arbeitsgesetzen auf temporären Baustellen.






