Spargelkrise in Baden-Württemberg: Importe brechen ein, Ernte schwächelt
Jana SimonBaden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelkrise in Baden-Württemberg: Importe brechen ein, Ernte schwächelt
Baden-Württemberg verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang bei Spargelimporten
Die Einfuhren gingen um 640 Tonnen zurück – ein Minus von 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sank auch die heimische Ernte leicht, was die regionalen Lieferketten zusätzlich belastete.
Insgesamt führte das Land im vergangenen Jahr rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel ein. Mehr als die Hälfte (52,1 Prozent) stammte aus Spanien, während Mexiko, Italien, Peru und Griechenland den Rest lieferten. Überschwemmungen und Ernteausfälle in Spanien dürften die Exportmengen jedoch spürbar verringert haben.
Lokale Bauern in Baden-Württemberg begannen früher als üblich mit der Ernte – ein Schritt, der normalerweise die Nachfrage nach Importware dämpft. Dennoch sank die heimische Spargelernte um etwa zwei Prozent auf insgesamt 8.442 Tonnen.
Händler verzeichneten eine wachsende Nachfrage nach regionalem Grünspargel. Dennoch ging der Pro-Kopf-Verbrauch im Land leicht zurück.
Der Rückgang bei den Importen und die kleinere heimische Ernte könnten die Marktverfügbarkeit beeinträchtigen. Angesichts der Produktionsprobleme in Spanien und veränderter Verbrauchergewohnheiten steht die Spargelbranche in Baden-Württemberg vor einem Jahr des Umbruchs. Die Region wird sich stärker auf die eigene Ernte stützen müssen, um die Nachfrage zu decken.