25 March 2026, 00:18

Spritpreise explodieren: Iran-Krise treibt Diesel auf Rekordniveau

Plakat bewirbt Bergbahn, Deutschland als elektrischen Stadtstaat mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Spritpreise explodieren: Iran-Krise treibt Diesel auf Rekordniveau

Spritpreise in Deutschland steigen wegen Iran-Spannungen stark an

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind seit der Zuspitzung der Konflikte mit dem Iran deutlich gestiegen. Allein der Dieselpreis kletterte um mehr als 55 Cent pro Liter und nähert sich damit den Rekordwerten aus dem Jahr 2022. Angesichts dieser Entwicklung fordert Bremens Senatorin Özlem Ünsal nun dringendes Handeln der Bundesregierung, um die Krise einzudämmen.

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Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung in Bremen, bezeichnete den Preisanstieg als "empörend". Sie setzt sich für eine Übergewinnsteuer auf Unternehmen ein, die übermäßig von der Situation profitieren – ähnlich der Abgabe, die während des Ukraine-Kriegs eingeführt wurde. Die Einnahmen aus dieser Steuer sollen in öffentliche Leistungen fließen, darunter günstigere Busfahrpreise, bessere Bahnverbindungen und den Ausbau der E-Mobilität.

Bremen steht mit dieser Forderung nicht allein da. Gemeinsam mit Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg hat das Land die Bundesregierung offiziell aufgefordert, härter durchzugreifen. Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung Pläne vorlegt, die Kontrolle über den Großhandel mit Kraftstoffen zu verschärfen und Preisanpassungen an Tankstellen stärker zu regulieren.

Trotz ausreichender Reserven und stabiler Marktbedingungen treibt der Iran-Konflikt die Preise in die Höhe. Die Bundesregierung will weitere Steigerungen bremsen, doch Kritiker fordern entschlossenere Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher.

Die geplante Übergewinnsteuer könnte Gewinne der Energiekonzerne in den öffentlichen Nahverkehr und klimafreundliche Projekte umlenken. Sollte sie umgesetzt werden, würde sie einem Modell folgen, das bereits in früheren Krisen Anwendung fand. Bis dahin müssen Autofahrer und Unternehmen mit weiter steigenden Kosten leben, während die Politik über das weitere Vorgehen berät.

Quelle