07 June 2026, 12:13

Strompreise explodieren im Mai 2026: Geopolitik und Solarboom prägen den Markt

Mehr Solarstrom als je zuvor

Strompreise explodieren im Mai 2026: Geopolitik und Solarboom prägen den Markt

Strompreise in Deutschland stiegen im Mai 2026 stark an

Im Mai 2026 schnellen die Strompreise in Deutschland in die Höhe: Die Großhandelskosten kletterten von 69 auf 88 Euro pro Megawattstunde. Der deutliche Anstieg war das Ergebnis geopolitischer Spannungen und einer sich wandelnden Energieerzeugung, die den Markt umgestalteten. Erneuerbare Energien spielten dabei eine entscheidende Rolle, um einen noch stärkeren Preisanstieg zu bremsen.

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Der Konflikt um den Iran trieb die deutschen Strompreise im Mai um 26 Prozent nach oben. Dieser Preisschub erfolgte trotz einer starken Leistung der erneuerbaren Energien, die im Laufe des Monats 68,1 Prozent der deutschen Stromerzeugung ausmachten.

Solarenergie bricht Rekorde, Windkraft bleibt hinter Erwartungen zurück Die Photovoltaik führte die Statistik an und erreichte mit 10,9 Terawattstunden einen neuen Höchstwert – mehr als jede andere Energiequelle. Die Windkraft hingegen blieb trotz ausgebauter Kapazitäten hinter ihren Möglichkeiten zurück und erzeugte weniger Strom als im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig sank die Wasserkraft auf ein historisches Tief von nur 1,27 Terawattstunden.

Fossile Energieträger springen in die Bresche Um die Versorgungslücken zu schließen, stieg die Stromerzeugung aus Gas von 2,2 auf 3,1 Terawattstunden im Vergleich zum Mai 2025, während die Kohleverstromung von 4,8 auf 6,4 Terawattstunden zunahm. Ohne den Beitrag der Erneuerbaren hätten die Strompreise laut Analysten fast 45 Prozent höher liegen können.

Zwei gegenläufige Trends prägen den Strommarkt Der Mai 2026 zeigte, wie der deutsche Strommarkt zwischen zwei Extremen schwankte: steigendem Verbrauch fossiler Brennstoffe und rekordhoher Solarstromproduktion. Während der Iran-Konflikt die Kosten in die Höhe trieb, verhinderten die Erneuerbaren einen noch drastischeren Preisschub. Die Daten des Monats unterstreichen sowohl die wachsende Bedeutung der Solarenergie als auch die anhaltenden Herausforderungen bei der Ausbalancierung der Energiequellen.

Quelle