11 May 2026, 10:21

Strompreise sinken durch Ökostrom-Boom – doch Gas bleibt teures Risiko

Balkendiagramm zeigt die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022, mit zusätzlichem erklärendem Text.

Strompreise sinken durch Ökostrom-Boom – doch Gas bleibt teures Risiko

Die Strompreise in Deutschland sind dank eines Booms bei günstiger erneuerbarer Energie gesunken. Dennoch bestehen weiterhin Bedenken wegen der Gaspreise – Haushalte könnten bei künftigen Verträgen noch mit möglichen Preiserhöhungen konfrontiert werden. Der Präsident der Bundesnetzagentur hat sich zu beiden Themen geäußert und mögliche regulatorische Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes angedeutet.

Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, warnte, dass Gas nach wie vor eine wertvolle Ressource bleibe, die verantwortungsvoll genutzt werden müsse. Zwar profitierten die meisten Privathaushalte derzeit noch von Preengarantien mit einer Laufzeit von zwölf Monaten oder länger, doch räumte er ein, dass Nachfolgeverträge teurer werden könnten. Allerdings seien starke Preissprünge wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unwahrscheinlich.

Beim Strom hingegen sind die Preise gesunken, da erneuerbare Energien mittlerweile einen großen Teil der deutschen Stromversorgung decken. Diese Entwicklung hat sogar zu Phasen negativer Preise geführt, in denen Erzeuger Verbrauchern Geld zahlen, um überschüssige Energie abzunehmen. Müller schloss regulatorische Eingriffe nicht aus, um das Problem zu lösen. Er schlug vor, die Speicherkapazitäten auszubauen oder die Vermarktung von Ökostrom anzupassen, um zu starke Preiseinbrüche zu verhindern.

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Die Bundesnetzagentur lässt die Möglichkeit höherer Gaskosten für Verbraucher in den kommenden Monaten offen. Gleichzeitig zeigt der Rückgang der Strompreise, wie stark erneuerbare Energien den Markt bereits prägen. Um die anhaltende Preisschwankungen in beiden Bereichen in den Griff zu bekommen, könnten bald regulatorische Änderungen folgen.

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