Tempelhofer Feld: 21.000 Wohnungen am Rand – soll Berlins Wohnungsnot lindern?
Jonas SchmidtTempelhofer Feld: 21.000 Wohnungen am Rand – soll Berlins Wohnungsnot lindern?
Berlin regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft derzeit Pläne zur Bebauung eines Teils des Tempelhofer Felds. Der Vorschlag sieht den Bau von rund 21.000 Wohnungen am Rand des Geländes vor. Die zentralen 200 Hektar der offenen Wiesenfläche blieben dabei unberührt und stünden weiterhin unter dem Schutz des Tempelhof-Gesetzes.
Eine Gruppe von Architekten stellte kürzlich einen Entwurf vor, der die Bebauung von etwa einem Drittel des Tempelhofer Felds vorsieht. Ihr Plan umfasst über 20.000 neue Wohnungen, in denen mehr als 50.000 Menschen Platz fänden. Die Baumaßnahmen würden sich dabei auf die äußeren Bereiche beschränken und die weitläufige Freifläche im Herzen des Geländes erhalten.
Ein Volksentscheid im Jahr 2014 hatte bisher jede Bebauung auf dem ehemaligen Flughafenareal blockiert. Doch die öffentliche Meinung scheint mittlerweile aufgeschlossener. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Bebauung der Ränder“ befürworten, um der Wohnungsnot in Berlin entgegenzuwirken.
Das Land Berlin könnte die Federführung für das Projekt übernehmen. Finanzsenator Stefan Tidow prüft derzeit, ob der Plan finanziell tragfähig ist. Bei einer Genehmigung könnten die Bauarbeiten in den kommenden Jahren beginnen.
Ziel des Vorhabens ist es, den dringenden Wohnungsbedarf mit dem Erhalt der Freiflächen auf dem Tempelhofer Feld in Einklang zu bringen. Sollte das Projekt umsetzbar sein, entstünden Tausende neue Wohnungen, ohne die zentrale Wiesenlandschaft zu verändern. Der nächste Schritt hängt nun von der Bewertung der Kosten und Machbarkeit durch den Finanzsenator ab.






