04 May 2026, 18:25

Tempolimit 50 auf Landstraße rettet Feuersalamander im Elm-Wald

Ein europ├Ąischer Feuersalamander sitzt auf dem Boden in einem waldigen Gebiet umgeben von trockenen Bl├Ąttern, Zweigen und Pflanzen.

Tempolimit 50 auf Landstraße rettet Feuersalamander im Elm-Wald

Tempo 50 auf Landstraße in Deutschland: Schutz für heimische Amphibien

Auf einer Landstraße in Deutschland wird bald ein Tempolimit von 50 km/h eingeführt, um heimische Amphibien zu schützen. Betroffen ist die L629 zwischen Erkerode und Tetzelstein, die durch den Elm-Wald führt. Die Behörden erhoffen sich dadurch einen besseren Schutz für Arten wie den Feuersalamander während der kritischen Wanderphasen.

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Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt von Mitte Mai bis Ende September – also während der aktiven Jahreszeit der Feuersalamander. Die durch ihre markanten schwarz-gelben Zeichnungen bekannten Amphibien sind in den Wäldern Europas heimisch. Ihre Paarungszeit liegt zwischen März und Mai, während sich die Larven bis in den Herbst entwickeln.

Der Straßenverkehr stellt eine der größten Bedrohungen dar, insbesondere nach Trockenperioden, wenn die Salamander wandern. Das Tempolimit soll die Zahl der überfahrenen Tiere verringern und die tödlichen Druckwellen durch schnell fahrende Fahrzeuge reduzieren. Neben dem Verkehr gefährden Lebensraumverlust und die Salamanderpest das Überleben der Art.

Die Feuersalamander-Population im Elm-Wald ist landesweit von Bedeutung. Die Tiere bevorzugen feuchte Wälder mit Bächen und verstecken sich unter Totholz oder Steinen. Bei Gefahr sondern sie ein Hautgift ab, das die menschliche Haut reizen kann – ein natürlicher Schutz gegen Berührungen.

Das neue Tempolimit gilt auf einem Abschnitt der L629 und zielt direkt auf die Risiken für Feuersalamander und andere Amphibien ab. Die Behörden erwarten weniger Todesfälle und einen besseren Schutz für die gefährdeten Arten des Elm-Waldes. Von der Maßnahme profitieren auch Kammmolche und Springfrösche, die denselben Lebensraum teilen.

Quelle