TK registriert Rekordzahl an Behandlungsfehler-Verdachtsfällen – 14 Prozent mehr als 2024
Felix MaierTK registriert Rekordzahl an Behandlungsfehler-Verdachtsfällen – 14 Prozent mehr als 2024
Techniker Krankenkasse (TK) meldet 7.540 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler im Jahr 2025 – ein Anstieg um 14 Prozent
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im Jahr 2025 insgesamt 7.540 Verdachtsmeldungen zu möglichen Behandlungsfehlern erhalten. Das entspricht einem Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Krankenkasse fordert nun strengere Maßnahmen, um Fehler im Gesundheitswesen einzudämmen.
Mit 29 Prozent aller Verdachtsfälle führten chirurgische Eingriffe die Statistik an. Es folgten die Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie die Geburtshilfe und Gynäkologie mit 11 Prozent. Zusammen entfielen auf diese drei Fachbereiche mehr als die Hälfte aller gemeldeten Vorfälle.
Bei etwa einem Drittel der Fälle handelte es sich um so schwerwiegende Vorwürfe, dass offizielle Ermittlungen eingeleitet wurden. Wie der Behandlungsfehler-Experte der TK, Jonas Petersen, betonte, verhindern geltende Gesetze derzeit, dass Krankenkassen Patienten über mögliche Auffälligkeiten in Abrechnungsunterlagen informieren dürfen. Stattdessen riet er Versicherten, etwaige Bedenken direkt bei ihrem Behandlungsträger zu melden.
TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas setzte sich für eine offenere Fehlerkultur im Gesundheitswesen ein. Er schlug ein zentrales Meldesystem sowie eine verpflichtende Fehlererfassung in allen medizinischen Einrichtungen vor. Ziel sei es, unerkannte Behandlungsfehler aufzudecken, bevor sie zu Schäden führen.
Der Anstieg der gemeldeten Fälle unterstreicht die anhaltenden Sorgen um die Patientensicherheit. Die Vorschläge der TK zielen darauf ab, mehr Transparenz zu schaffen und künftige Fehler zu verhindern. Ohne gesetzliche Änderungen bleiben proaktive Patientennachrichten über mögliche Risiken jedoch weiterhin eingeschränkt.






