06 June 2026, 12:14

WM 2026: Rekordturnier zwischen Begeisterung und wachsenden Kritikpunkten

Was steht auf dem Spiel

WM 2026: Rekordturnier zwischen Begeisterung und wachsenden Kritikpunkten

Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 startet an diesem Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. Mit 48 Mannschaften, die um den Titel kämpfen, ist diese Ausgabe das größte Turnier der Turniergeschichte. Doch hinter der Vorfreude werfen Herausforderungen bei Zugang, Nachhaltigkeit und steigenden Kosten bereits jetzt Fragen auf.

In dieser Woche widmet unsere Ausgabe dem Wettbewerb 14 Seiten, während die tägliche Berichterstattung die Spiele und Entwicklungen begleiten wird. Fans können sich den kompletten Spielplan herunterladen und ausdrucken, um ihre Teams zu verfolgen.

Das erweiterte Turnier bringt Debütanten wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien auf die Weltbühne. Doch das Ausmaß der Veranstaltung stellt FIFA vor die Frage, wie ernst es ihr mit Nachhaltigkeit in Zeiten der Klimakrise ist. Kritiker monieren, dass ein Turnier dieser Größe mit den umweltpolitischen Versprechen der Organisation kaum vereinbar sei.

In Mexiko sorgen explodierende Ticketpreise dafür, dass der Fußball sich immer weiter von seinen Arbeiterwurzeln entfernt. Viele Anhänger können sich die Spiele schlicht nicht mehr leisten – trotz der tief verwurzelten Fußballkultur des Landes. In den USA hingegen erschweren strenge Einreiseregeln nicht nur Fans, sondern teilweise sogar Spielern qualifizierter Teams die Teilnahme und stellen so FIFAs Ideal eines globalen, vereinten Turniers auf die Probe.

Kanada, als Mitausrichter, könnte im Vergleich zu den USA, wo zunehmend autoritäre Maßnahmen auf Kritik stoßen, eine offenere und inklusivere Atmosphäre bieten. Dieser Kontrast in der Herangehensweise wird maßgeblich prägen, wie Anhänger das Turnier erleben.

Abseits des Platzes hat DFB-Sportdirektor Andreas Rettig die anhaltenden Diskussionen über das Singen von Nationalhymnen durch Spieler als nebensächlich abgetan. Seine Haltung spiegelt die größeren Spannungen zwischen Tradition und modernen Erwartungen wider, die den größten Fußballwettbewerb der Welt prägen.

Die WM 2026 beginnt mit einer Mischung aus Vorfreude und Kontroversen. Rekordbeteiligung und erweiterte Berichterstattung unterstreichen ihren Status als größtes Sportereignis der Welt. Doch die Themen Zugang, ökologische Auswirkungen und politische Restriktionen werden das Turnier wohl weiterhin begleiten.

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