Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen für bessere Betreuung
Jonas SchmidtWolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen für bessere Betreuung
Wolfenbüttel ist die erste Kommune in Niedersachsen, die die Gruppengrößen in der Kinderbetreuung reduziert. Der Stadtrat beschloss die Änderungen im Rahmen eines langfristigen Plans zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung. Die Entscheidung folgt jahrelangen Forderungen von Mitarbeitenden und Eltern nach kleineren Gruppen.
Die neuen Regelungen treten sofort im laufenden Kindergartenjahr in Kraft. In Krippegruppen sinkt die Zahl der Kinder von 15 auf 14. Kindergartengruppen werden von 25 auf 24 Kinder verkleinert, während die Nachmittagsbetreuung von 20 auf 19 Kinder reduziert wird.
Die Anpassungen gehen auf das Demografieprogramm Chancen 2030 zurück, das auf sinkende Geburtenraten reagiert. Die Kita-Leitungen werden die Obergrenzen durchsetzen, wobei in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen möglich sind. Zwei AfD-Stadträte enthielten sich bei der Abstimmung, doch der Vorschlag wurde ohne Gegenstimmen angenommen.
Mitarbeitende und Elternvertreter hatten jahrelang für kleinere Gruppen gekämpft. Ziel der Änderung ist es, jedem Kind mehr individuelle Zuwendung und Förderung zu ermöglichen. Der Beschluss des Rates setzt in Niedersachsen ein Zeichen. Kleinere Gruppen bedeuten eine bessere Betreuungsschlüssel in Wolfenbüttels Kitas. Die Leitungen werden die neuen Vorgaben nun in allen betroffenen Einrichtungen umsetzen.






