14 Milliarden Euro fehlend: Droht Deutschlands Nahverkehr der Kollaps bis 2031?
Jonas Schmidt14 Milliarden Euro fehlend: Droht Deutschlands Nahverkehr der Kollaps bis 2031?
Deutschlands regionale Verkehrsnetze stehen vor einer Finanzkrise – Kürzungen drohen
Ein neuer Bericht warnt, dass bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro benötigt werden, um Busse und Bahnen auch nur im aktuellen Umfang weiterbetreiben zu können. Ohne diese Mittel könnten Behörden gezwungen sein, Fahrpläne auszu dünnen oder Strecken komplett zu streichen.
Die 16 Bundesländer verteilen derzeit jährlich rund 12 Milliarden Euro an Regionalisierungsmitteln. Doch dieser Betrag reicht laut einem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz nicht mehr aus, um das bestehende Angebot aufrechtzuerhalten. Die Finanzlücke setzt die Bundesregierung unter Druck, mit zusätzlichen Geldern einzugreifen.
Die Minister fordern, die fehlenden 14 Milliarden Euro über höhere Regionalisierungszuweisungen bereitzustellen. Ohne diese Unterstützung werde es für Verkehrsverbünde zunehmend schwierig, Kürzungen bei Bus- und Bahnverbindungen zu vermeiden, heißt es in dem Papier. Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Fahrgastzahlen steigen und die Infrastrukturkosten weiter anziehen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat sich bisher geweigert, die zusätzlichen Mittel zuzusagen. Er verwies auf den engen zeitlichen Rahmen für eine solche finanzielle Verpflichtung. Seine Zurückhaltung lässt die regionalen Verkehrsbetriebe im Unklaren, wie sie die kommenden Jahre planen sollen.
Die Finanzlücke bedroht die tägliche Mobilität von Millionen Pendlerinnen und Pendlern in ganz Deutschland. Findet sich keine Lösung, müssen Verkehrsverbünde voraussichtlich Leistungen kürzen oder sogar ganze Linien einstellen. Die Entscheidung liegt nun bei der Bundespolitik – sie muss handeln, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.






