Joana Marques nach Verleumdungsprozess freigesprochen – und feiert ausverkaufte Shows
Jonas SchmidtJoana Marques nach Verleumdungsprozess freigesprochen – und feiert ausverkaufte Shows
Joana Marques, Radiologin und Social-Media-Influencerin, in hochkarätigem Verleumdungsprozess freigesprochen
Die Radiologin und Social-Media-Persönlichkeit Joana Marques ist in einem viel beachteten Verleumdungsverfahren, das von den Brüdern Anjos angestrengt worden war, vollständig freigesprochen worden. Das am 3. Oktober 2025 verkündete Urteil beendet damit einen Rechtsstreit, der mit einem satirischen Video begann, das sie online veröffentlicht hatte. Unterdessen floriert ihre Karriere weiter – ihre neue Show ist in den größten Städten Portugals bereits ausverkauft.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Video, das Marques in den sozialen Medien geteilt hatte und das die Brüder Anjos als rufschädigend und berufsschädigend darstellten. Nach einem langwierigen Prozess kam das Gericht zu dem Schluss, dass es keine Beweise für reale Konsequenzen für die Kläger gab. Die Richter wiesen alle Anklagepunkte zurück und sprachen Marques von jedem Fehlverhalten frei.
Noch vor dem Prozessende hatte Marques bereits große Veranstaltungsorte in Porto und Lissabon für ihre neue Show "Em Sede Própria" ("In meinem eigenen Raum") gebucht. Das Projekt, inspiriert von ihren Erfahrungen während des Rechtsstreits, ist mittlerweile mit über 17 Vorstellungen ausverkauft. Wie sie verriet, begannen die Planungen lange vor dem Urteil – ein Zeichen ihres Vertrauens in ihre kreative Ausrichtung, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.
Jenseits ihrer Bühnenarbeit kritisierte Marques kürzlich die Moderatorin Cristina Ferreira wegen deren Haltung zur Meinungsfreiheit, die sie als problematisch bezeichnete. Sie warf Ferreira vor, in öffentlichen Äußerungen sexistische Untertöne zu verbreiten, und bemängelte, dass deren Verhältnis zu offener Debatte inkonsistent sei.
Für die Zukunft äußerte Marques zudem den Wunsch, mit der brasilianischen Comedy-Gruppe Bumba na Fofinha zusammenzuarbeiten. Scherzhaft fügte sie hinzu, dass eine solche Kooperation selbst nach ihrer Pensionierung noch möglich sei – ein Hinweis auf ihre langfristigen Ambitionen jenseits ihrer aktuellen Projekte.
Der Freispruch beseitigt die rechtliche Unsicherheit für Marques und ermöglicht es ihr, sich auf ihre blühende Karriere zu konzentrieren. Mit ausverkauften Shows und neuen kreativen Plänen bleibt sie eine prägende Figur in Unterhaltung und öffentlicher Debatte. Die Beilegung des Falls setzt zudem ein Präzedenz für den Umgang mit Satire und freier Meinungsäußerung nach portugiesischem Recht.






