2.600 Euro für zwei Hotelzimmer: Warum die Dienstreise nach Hamburg für Zündstoff sorgt
Anton HuberSturm um die Hotelrechnung des Landrats - 2.600 Euro für zwei Hotelzimmer: Warum die Dienstreise nach Hamburg für Zündstoff sorgt
Eine aktuelle Hotelrechnung aus einer Dienstreise nach Hamburg im Jahr 2023 hat eine Debatte über die Verwendung öffentlicher Mittel ausgelöst. Die Kreisverwaltung Ludwigslust-Parchim geriet in die Kritik, nachdem die Kosten für zwei Zimmer fast 2.600 Euro betragen hatten. Beamte verteidigten die Ausgaben mit der Begründung, sie seien für eine offizielle Konferenz notwendig gewesen.
Die Rechnung umfasste zwei kurzfristig gebuchte Hotelzimmer für den Landrat Stefan Sternberg und eine Mitarbeiterin, die am Kongress des Städtetags für Verwaltungsmanagement teilnahmen. Da keine günstigeren Alternativen verfügbar waren, kosteten die Zimmer für drei Nächte über 2.000 Euro. Weitere 1.500 Euro wurden für drei andere, früher reservierte Zimmer ausgegeben.
Die Kreisverwaltung bestätigte, dass sich die Gesamtkosten auf 2.200 Euro beliefen – ohne das Abendessen in Höhe von 225 Euro, das Sternberg aus seinem freien Mandatstopf beglich. Das Essen fand im Rahmen eines Investorentreffens statt. Während die Hotelpreise in Hamburg je nach Auslastung zwischen 46 und 50 Euro an günstigeren Tagen und 105 bis 145 Euro an Spitzenzeiten schwankten, bezeichnete der Bund der Steuerzahler die Übernachtungskosten als "Luxusunterkünfte".
Die Behörden wiesen die Kritik zurück und betonten, die Ausgaben seien für eine Dienstreise gerechtfertigt gewesen. Sie verwiesen auf das Fehlen bezahlbarer Optionen zum Zeitpunkt der Buchung.
Die Kreisverwaltung hält an ihrer Ausgabenpolitik fest, doch die Diskussion zeigt, wie genau öffentliche Gelder geprüft werden. Die Gesamtkosten für die Hamburg-Reise – inklusive Zimmer und Abendessen – beliefen sich auf knapp 2.600 Euro. Die Verantwortlichen bestehen darauf, dass die hohen Kosten aufgrund der kurzfristigen Buchung unvermeidbar waren.
