81 Prozent der Deutschen empfinden Vermögensverteilung als ungerecht – und fordern Steuerreformen
Anton Huber81 Prozent der Deutschen empfinden Vermögensverteilung als ungerecht – und fordern Steuerreformen
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält die Vermögensverteilung im Land für ungerecht – das zeigt eine aktuelle Umfrage. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ist der Ansicht, dass das bestehende System fair funktioniert. Gleichzeitig wächst quer durch alle politischen Lager die Unterstützung für Steuerreformen, darunter eine Vermögenssteuer und höhere Erbschaftsabgaben.
Laut der Erhebung empfinden 81 Prozent der Deutschen die Vermögensverteilung als ungerecht. In den ostdeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie in der Region Berlin-Brandenburg liegt dieser Wert sogar bei 90 Prozent. Lediglich 15 Prozent der Befragten bundesweit halten die Verteilung für gerecht.
Die Zustimmung zu steuerpolitischen Änderungen ist groß: 64 Prozent befürworten die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer, während 61 Prozent für höhere Besteuerung großer Erbschaften plädieren. Innerhalb der Parteien gibt es jedoch Unterschiede. Die Linke führt mit 88 Prozent Zustimmung unter ihren Anhängern, gefolgt von den Grünen (87 Prozent) und der SPD (84 Prozent). Selbst bei den Unionsparteien stimmen 62 Prozent für die Vermögenssteuer.
Die AfD bleibt gespalten: 42 Prozent ihrer Anhänger unterstützen die Steuer, 52 Prozent lehnen sie ab. Trotz dieser Differenzen teilen Mehrheiten aller Bundestagsparteien die Sorge über die ungerechte Vermögensverteilung.
Die Ergebnisse unterstreichen die weitverbreitete Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Ungleichheit in Deutschland. Eine klare Mehrheit spricht sich mittlerweile für Steuerreformen aus, um das Problem anzugehen. Die politischen Parteien spiegeln – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß – diese öffentliche Stimmung weitgehend wider.






