17 January 2026, 23:18

AfD-Kundgebung in Bad Dürkheim: Mehr Protest als Zustimmung vor der Landtagswahl

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Straße und hält ein pinkes Banner mit der Aufschrift "Kurdische Autonomie Statt Menschenfeindlicher Kriegsindustrie Fight Fascism Capital", mit Verkehrszeichen, Flaggen, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

1.000 Menschen demonstrieren gegen AfD - AfD-Kundgebung in Bad Dürkheim: Mehr Protest als Zustimmung vor der Landtagswahl

Die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) veranstaltete am Sonntag in Bad Dürkheim eine Wahlkampfkundgebung vor der anstehenden Landtagswahl. Parteichefin Alice Weidel sprach vor rund 600 Anhängern. Draußen versammelten sich fast doppelt so viele Demonstranten, um ihren Protest gegen die AfD zum Ausdruck zu bringen.

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Die Veranstaltung fand in der Salierhalle statt, wo Weidel von den AfD-Politikern Philipp Pogoda und Dr. Jan Bollinger begleitet wurde. Der Co-Vorsitzende Tino Chrupalla, der bereits am Vorabend an einer Wahlkampfauftaktveranstaltung in Idar-Oberstein teilgenommen hatte, war in Bad Dürkheim nicht anwesend.

Rund 1.000 Demonstranten fanden sich vor dem Veranstaltungsort ein – deutlich mehr als die Teilnehmer der Kundgebung. Die Proteste verliefen friedlich und wurden von Gruppen wie dem Aktionsbündnis für Vielfalt und Toleranz und Die Pfalz bleibt bunt organisiert. Vor dem Demonstrationszug nahmen die Teilnehmer an einem Marktplatz der Demokratie teil, auf dem Informationsstände und Diskussionen angeboten wurden.

Die Polizei beobachtete die Lage, meldete jedoch keine größeren Zwischenfälle. Die Proteste endeten ohne gewalttätige Auseinandersetzungen, auch wenn die Spannungen zwischen den gegnerischen Lagern spürbar waren.

Die Veranstaltung machte die tiefen Gräben in der Region vor der Landtagswahl deutlich. Da mehr Protestierende als AfD-Anhänger anwesend waren, unterstrich die Kundgebung die polarisierende Wirkung der Partei. Die örtlichen Behörden bestätigten, dass es während der Demonstrationen weder zu Festnahmen noch zu schweren Störungen gekommen sei.