AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus sie nicht bedienen wollte
Anton HuberAfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus sie nicht bedienen wollte
Drei Politiker der AfD wurden vergangenes Wochenende aus einer Berliner Kneipe verwiesen – Grund waren ihre parteipolitischen Verbindungen. Der Vorfall ereignete sich am 14. April im Gaffel Haus und wurde später von der Bild-Zeitung berichtet. Demnach soll das Personal die Gruppe nach der Feststellung ihrer Parteizugehörigkeit zum Verlassen aufgefordert haben.
Die Auseinandersetzung begann, als Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau zunächst gebeten wurden, das Lokal zu verlassen. Steffen Janich, ein weiteres AfD-Mitglied, hinterfragte die Entscheidung und wurde ebenfalls hinausbegleitet. Die Leitung der Kneipe hat sich trotz einer Anfrage der Bild bislang nicht öffentlich geäußert.
Für Krah ist dies nicht der erste Fall, in dem seine Parteimitgliedschaft zu Ausschlüssen führt. Anfang 2023 sagte die Leipziger Buchmesse seinen geplanten Auftritt zu Die Reise nach Europa wegen Sicherheitsbedenken ab. Monate später, Ende Februar, zog der Friedrich-Pustet-Verlag die Veröffentlichung seines Buches aus denselben politischen Gründen zurück.
Nach dem Kneipen-Vorfall rief Krah seine Anhänger zum Boykott des Gaffel Haus auf. Er deutete an, dass Kunden durch den Entzug ihrer Kaufkraft Einfluss auf das Geschäft nehmen könnten.
Die Verweisung der drei AfD-Politiker unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die öffentliche Präsenz der Partei. Krahs frühere Kontroversen – von abgesagten Buchveranstaltungen bis zu gescheiterten Verlagsdeals – zeigen ein Muster der Ablehnung. Da sich die Kneipenleitung nicht äußert, bleiben die genauen Gründe für den Rauswurf ungeklärt.






