AfD in Niedersachsen im Bundestag will MP loswerden - AfD wirft Abgeordnete Uhr wegen Vetternwirtschaft aus der Partei
Der niedersächsische Landesverband der AfD hat die Abgeordnete Martina Uhr wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft aus der Partei ausgeschlossen. Der 64-jährigen Politikerin wird vorgeworfen, ihren Lebensgefährten und dessen Tochter in ihrem Bundestagsbüro angestellt zu haben. Die Parteiführung fordert ihren sofortigen Rücktritt.
Uhr zog 2021 über die Landesliste der AfD in den Bundestag ein und ist derzeit Mitglied im Umweltausschuss. Die Vorwürfe wurden bekannt, nachdem interne Prüfungen ergaben, dass sie zwei nahestehende Angehörige in ihrem parlamentarischen Team beschäftigt hatte.
Die AfD-Fraktion in Niedersachsen handelte umgehend, leitete eine Überprüfung ein und schloss Uhr anschließend aus ihren Reihen aus. Man setzte ihr eine Frist von 24 Stunden, um von ihrem Mandat zurückzutreten – andernfalls droht ihr der Ausschluss aus der gesamten Bundestagsfraktion. Bisher hat sich Uhr nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
Anfangs hatte die AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel die Anschuldigungen als übertrieben abgetan. Doch die Erkenntnisse des Landesverbands führten zu einer klaren Haltung: Uhr wurde aus der regionalen Parteigruppe isoliert.
Der Skandal belastet die AfD zusätzlich, die ohnehin unter verstärkter Kritik wegen ihrer internen Praktiken steht. Uhrs politische Zukunft im Bundestag hängt nun davon ab, ob sie der Rücktrittsforderung nachkommt. Sollte sie sich weigern, hat die Partei angekündigt, sie aus der Bundestagsfraktion auszuschließen.
