12 January 2026, 00:25

„Allerscheenste“ pausiert: Mainzer Karnevalstradition steht vor Neuanfang 2027

Eine Gruppe von Menschen in bunten Kostümen steht vor einer Bühne mit einem Vorhang, feiert das Große Karnevalsfest Napoleons, des Kaisers von Frankreich, aus der Kirche Saint-Denis, Dezember 1785, einige halten Fahnen und Dekorationen.

„Allerscheenste“ pausiert: Mainzer Karnevalstradition steht vor Neuanfang 2027

Die „Allerscheenste“, eine traditionsreiche Mainz 05 Karnevalsgesellschaft, setzt ihre legendären Sitzungen vorerst aus. Bekannt für ihren scharfen, dialektgeprägten Humor und ihre lebhaften Treffen, pausiert die Gruppe 2025 und 2026. Doch bereits jetzt gibt es Pläne, die Tradition 2027 unter neuer Führung wiederzubeleben.

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Die 1986 gegründete „Allerscheenste“ wurde zu einer Säule der Mainz Fasching. Ihre Sitzungen fanden im rustikalen Gewölbe der Augustinerstraßen-Kneipe statt, wo sich die Mitglieder unter dem Motto „Gott Jokus is unser Chef, der Augustinerkeller unsere Burg“ versammelten. Mit ihrem Clown-Symbol und unverkennbarer Schlagfertigkeit avancierte die Gruppe zu einem beliebten Teil der örtlichen Karnevalsfeiern.

Jahre lang verlieh die Gesellschaft den „Aller-Allerscheenste“-Preis an herausragende Persönlichkeiten der Mainz Fasching. Doch 2025 gab sie bekannt, aufgrund von Mitgliedermangel – insbesondere an aktiven Darstellern – vorerst keine neuen Sitzungen mehr auszurichten. Diese Pause erstreckt sich nun auch auf 2026, sodass der Augustinerkeller eine weitere Saison still bleiben wird. Der neu gewählte Vorsitzende Holger Bartz hat jedoch ein klares Ziel gesteckt: die „Allerscheenste“ bis 2027 zurückzubringen. Er betonte das Engagement der Gruppe für den traditionellen Kneipenfasching, bei dem niemand finanziell profitiert. Neue Mitglieder müssen sich verpflichten, regelmäßig an den alle drei Wochen stattfindenden Treffen im Augustinerkeller der Mainzer Altstadt teilzunehmen.

2027 soll die „Allerscheenste“ mit neuer Energie und ihrem markanten Humor zurückkehren. Unter Bartz’ Führung will die Gesellschaft ihre Reihen neu formieren und ihren Platz in der Mainz Karnevalsszene zurückerobern. Bald schon könnten im Gewölbe des Augustinerkellers wieder Lachen und dialektale Witze widerhallen.