Amanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus
Jana SimonAmanda Knox unterstützt verurteilte Kindermörderin Lucy Letby – und löst Empörung aus
Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für Lucy Letby ausgesprochen, die verurteilte Krankenschwester, die eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an sieben Babys verbüßt. Bei einer kürzlichen Fragerunde in London enthüllte Knox, dass sie Letby im Gefängnis geschrieben und sie aufgefordert habe, an der Hoffnung festzuhalten.
Dieser Schritt hat Kritik hervorgerufen, insbesondere von der Familie von Meredith Kercher, der britischen Studentin, deren Mord Knox einst zugesprochen wurde, bevor sie in einem späteren Verfahren freigesprochen wurde.
Bei einer Veranstaltung zu ihrem Dokumentarfilm Mouth of the Wolf bestätigte Knox, dass sie Letby einen Brief mit unterstützenden Worten sowie ein Exemplar ihrer 2021 erschienenen Autobiografie Frei geschickt habe. In dem Buch schildert sie ihr Leben nach der zu Unrecht verbüßten Haftstrafe für den Mord an Kercher. Ein Zuschauer berichtete später, Knox habe Letby in ihrer Nachricht geraten, "an der Hoffnung festzuhalten".
Knox äußerte sich auch zu ihrem eigenen Fall und betonte, dass ein Schuldspruch unsicher sein könne, selbst wenn keine eindeutigen Beweise für die Unschuld vorlägen. Ihre Äußerungen fielen unter Tränen, als sie über Kerchers Tod sprach.
Der Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, reagierte scharf auf Knox' Handeln. Er warf ihr vor, sich an Kerchers Erinnerung zu "bereichern", und erklärte im Namen der Familie: "Es reicht." Knox hatte bereits 2013 das Buch Warten auf Gerechtigkeit veröffentlicht, in dem sie ihre Erlebnisse während des ursprünglichen Prozesses und der Haftzeit schildert.
Knox' Brief an Letby und ihre öffentlichen Stellungnahmen haben die Debatte über ihre Einmischung in prominente Fälle neu entfacht. Während der Anwalt der Familie Kercher ihr Vorgehen scharf verurteilt, setzt sich Knox weiterhin für Menschen ein, von denen sie glaubt, dass sie zu Unrecht verurteilt wurden. Der Austausch unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Knox und der Familie des Opfers in ihrem eigenen Fall.






