23 April 2026, 10:19

Rodgau beendet beliebte Märkte nach 2026 – Tradition weicht Wirtschaftsförderung

Ein belebter Weihnachtsmarkt bei Nacht mit Menschen, geschmückten Buden, beleuchteten Gebäuden, Bäumen und festlicher Beleuchtung am Himmel.

Rodgau beendet beliebte Märkte nach 2026 – Tradition weicht Wirtschaftsförderung

Der Rodgauer Wirtschaftsverband hat bekannt gegeben, dass er nach April 2026 seine beliebten Frühlings-, Kürbis- und Weihnachtsmärkte nicht mehr veranstalten wird. Als Hauptgründe für diese Entscheidung nannte die Vereinigung stark steigende Kosten, verschärfte Sicherheitsvorschriften und begrenzte personelle Ressourcen. Der letzte Markt, ein Frühlingsfest, findet am 26. April jenes Jahres statt, bevor die Tradition dann endet.

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Die Veranstalter erklärten, dass die Ausgaben in nahezu allen Bereichen der Planung und Durchführung der Märkte deutlich angestiegen seien. Strengere Sicherheitsauflagen und eine engere Abstimmung mit den Behörden hätten zudem den Arbeitsaufwand erhöht. Tobias Schott, Vorstandsmitglied und Veranstalter, bezeichnete den Schritt als Folge eines langfristigen Trends, der sich in jüngster Zeit weiter verschärft habe.

Der Verband betonte, sich künftig stärker auf seine Rolle als Wirtschaftsnetzwerk konzentrieren zu wollen. Im Mittelpunkt der zukünftigen Aktivitäten sollen Vernetzung, Wissensaustausch und die Förderung von Partnerschaften unter lokalen Unternehmerinnen und Unternehmern stehen. Ziel ist es, mehr Möglichkeiten für Dialog und gemeinsame Projekte innerhalb der Wirtschaftsgemeinschaft zu schaffen.

Die Stadt Rodgau bestätigte, über die Entscheidung informiert worden zu sein, wies jedoch Vorwürfe zurück, ihre Unterstützung für die Veranstaltungen reduziert zu haben. Die Behörden versicherten, weiterhin mit lokalen Organisationen zusammenarbeiten zu wollen – auch wenn die Märkte selbst nicht mehr stattfinden werden.

Nach dem letzten Frühlingsmarkt im April 2026 wird Rodgau keine saisonalen Veranstaltungen mehr ausrichten. Der Wirtschaftsverband wird sich stattdessen darauf konzentrieren, die Verbindungen zwischen den ansässigen Unternehmen zu stärken. Der Wandel markiert das Ende einer langjährigen Tradition, während die Ressourcen nun in die wirtschaftliche Zusammenarbeit fließen sollen.

Quelle