27 April 2026, 22:15

Bartsch lehnt Schuldenregel-Lockerung für Militäretat strikt ab

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts in der Bundesrepublik Deutschland, der detaillierte Layout- und Textangaben zeigt.

Bartsch lehnt Schuldenregel-Lockerung für Militäretat strikt ab

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Schuldenregeln für Militärausgaben zu lockern. Seine Kritik kommt, nachdem Matthias Miersch vorgeschlagen hatte, im Zuge des Krieges im Iran zusätzliche Schulden zuzulassen. Bartsch betont, dass solche Schritte lang versprochene Reformen in den Bereichen Rente, Gesundheitswesen und anderen Schlüsselbereichen untergraben könnten.

Bartsch macht deutlich, dass er sich gegen eine Aussetzung der Schuldenbremse ausschließlich für die Verteidigung ausspricht, während sie in anderen Bereichen weiterhin gelten soll. Er argumentiert, dass bestehende Schulden nicht ausreichend in Investitionen oder strukturelle Veränderungen geflossen seien. Stattdessen warnt er, schlecht verwaltete Sondervermögen hätten zu verschwendeten Ressourcen geführt – insbesondere im Verteidigungsbereich, wo Milliarden verschleudert worden seien.

Der Politiker stellt zudem die Vorgehensweise der Regierung bei den Schuldengrenzen infrage, die eigentlich nur für "außergewöhnliche Notlagen" gedacht seien. Er befürchtet, dass eine Lockerung dieser Regeln die Militärausgaben auf Kosten dringend notwendiger Reformen in die Höhe treiben könnte. Bartsch hat als Mitglied des Haushaltsausschusses mit Kontrollfunktion über den Verteidigungshaushalt selbst erlebt, wie Gelder oft verschwendet werden.

Seine Bedenken gehen über die Finanzpolitik hinaus. Bartsch wirft der aktuellen Bundeskanzlerin vor, ihre Haltung zu Reformen habe sich seit dem Wahlkampf verändert. Zwar räumt er ein, dass Schulden nicht per se schlecht seien, doch betont er, dass es auf deren Verwendung ankomme. Ohne echte strukturelle Veränderungen drohten dem Land seiner Meinung nach tiefgreifende finanzielle und soziale Instabilität.

Bartschs Ablehnung von Mierschs Vorschlag unterstreicht eine grundsätzliche Debatte über Haushaltsdisziplin und Reformprioritäten. Seine Warnungen deuten darauf hin, dass ohne strengere Kontrolle und klarere Ausgabenziele künftige Kreditaufnahmen die öffentlichen Finanzen weiter belasten könnten. Der Streit setzt die Abgeordneten nun unter Druck, die militärischen Erfordernisse mit langfristigen Investitionsplänen in Einklang zu bringen.

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