25 June 2026, 12:12

Bauwirtschaft kämpft mit explodierenden Materialkosten trotz Umsatzwachstum

Wendepunkt noch ausstehend

Bauwirtschaft kämpft mit explodierenden Materialkosten trotz Umsatzwachstum

Die Bauwirtschaft sieht sich mit steigenden Materialkosten konfrontiert, während Umsatz und Auftragseingang uneinheitlich wachsen. Die Preise für wichtige Baustoffe wie Bitumen sind stark angestiegen und belasten Unternehmen in allen Bereichen. Branchenvertreter fordern dringend Maßnahmen, um Infrastruktur- und Wohnungsbauprojekte zu unterstützen.

Im April verzeichnete der Gewerbe- und Industriebau ein nominales Umsatzplus von 6,8 %. Auch der öffentliche Hochbau legte zu, mit einem Umsatzanstieg von 5,3 %. Der Tiefbau trug maßgeblich dazu bei, die Verkäufe in allen drei Hauptsegmenten zu steigern.

Besonders dynamisch entwickelte sich der Wohnungsbau: Hier stiegen die Umsätze um 7,1 %, die Neuaufträge sogar um 8,9 %. Insgesamt erhöhten sich die Auftragseingänge im Sektor im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %. Allerdings blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April im Vergleich zu 2025 unverändert.

Die Materialkosten kletterten weiter stark nach oben. Im Mai 2026 lagen die Bitumenpreise um 31,2 % höher als im Vorjahr. Der breite Anstieg der Materialausgaben setzt Unternehmen in der gesamten Branche unter Druck. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, betonte die Notwendigkeit einer beschleunigten Infrastrukturförderung und besserer Anreize für den Wohnungsbau. Das Wachstum im April steht im Kontrast zu den anhaltenden Herausforderungen durch die hohen Materialkosten. Die Unternehmen beobachten nun genau, wie sich diese Belastungen in den kommenden Monaten entwickeln werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle