14 June 2026, 04:12

Berlin–Hamburg-Strecke nach monatelanger Sanierung wieder befahrbar – doch Kritik bleibt

Politiker fordern ehrliche Bewertung von Bahn-Megaprojekten

Berlin–Hamburg-Strecke nach monatelanger Sanierung wieder befahrbar – doch Kritik bleibt

Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist nach einer langen Sperrung für umfangreiche Sanierungsarbeiten wieder in Betrieb gegangen. Die Bauarbeiten begannen im August 2025, verzögerten sich jedoch aufgrund von Frosttemperaturen. Das Projekt führte zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr und machte einen groß angelegten Schienenersatzverkehr mit Bussen notwendig.

Die grundlegende Modernisierung startete zwar bereits im August 2025, doch zu Jahresbeginn kam es zu einer etwa anderthalbmonatigen Verzögerung. Kältewellen bremsten die ersten Baufortschritte aus. Während der Sperrung wurden Fern- und Güterzüge umgeleitet, während Regionalverbindungen auf verkürzten Strecken fuhren.

Über 200 Busse wurden eingesetzt, um die von der Streckensperrung betroffenen Fahrgäste zu transportieren. Nach rund zehneinhalb Monaten Bauzeit nahm die Strecke schließlich am Sonntag den Betrieb wieder auf.

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Verkehrspolitische Expert:innen von SPD und CDU üben scharfe Kritik an der Projektabwicklung durch die Deutsche Bahn. Die SPD-Fachpolitikerin Anja Troff-Schaffarzyk forderte mehr Widerstandsfähigkeit und bessere Notfallvorsorge bei der Bauplanung sowie bei Schutzmaßnahmen für kritische Infrastruktur. Der CDU-Sprecher Björn Simon verlangte zuverlässigere Fahrpläne und eine transparentere Kommunikation bei künftigen Sanierungsvorhaben.

Die Strecke Berlin–Hamburg ist nun wieder befahrbar. Fachleute mahnen die Deutsche Bahn zu mehr Transparenz und besserer Planung bei vergleichbaren Projekten an. Die Störungen hätten gezeigt, wie dringend robustere Notfallkonzepte bei Bahnmodernisierungen benötigt werden.

Quelle