08 February 2026, 08:20

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern führen Drug-Checking-Tests als erste Bundesländer ein

Ein detailliertes altes Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der unteren rechten Ecke und Text, der die Stadtinformationen bereitstellt.

Wird 'Drug Checking' in Baden-Württemberg zugelassen? - Berlin und Mecklenburg-Vorpommern führen Drug-Checking-Tests als erste Bundesländer ein

Deutschland rückt näher an die Zulassung von Drug-Checking-Diensten in einigen Bundesländern heran. Diese Programme testen illegale Substanzen, um deren tatsächlichen Inhalt und Wirkstoffgehalt offenzulegen. Ziel ist es, Schäden zu verringern, indem Nutzer vor gefährlichen Streckmitteln oder unbekannten Chemikalien in Umlauf gewarnt werden.

Der Druck zur Legalisierung solcher Tests hat sich verstärkt, nachdem ein neues synthetisches Opioid namens Cychlorphin auf dem Markt aufgetaucht ist. Einige Bundesländer gehen bereits erste Schritte, um den Service auf Basis der Bundesregelungen umzusetzen, die im vergangenen Jahr eingeführt wurden.

2023 fügten Bundestagsabgeordnete den Paragrafen 10b in das Betäubungsmittelgesetz ein. Diese Änderung ermöglichte Pilotprojekte zur Substanzanalyse und gab den Ländern die Option, legale Drug-Checking-Angebote einzurichten. Das Gesetz sollte Nutzern helfen, lebensbedrohliche Verunreinigungen in nicht regulierten Drogen zu vermeiden.

Berlin war eines der ersten Bundesländer, das handelte, und startete noch im selben Jahr ein landesfinanziertes, laborbasiertes Drug-Checking-Programm. Der Service analysiert Proben und informiert Nutzer darüber, was sie tatsächlich enthalten. Mecklenburg-Vorpommern zog 2024 nach, indem es einen rechtlichen Rahmen für Tests bei Veranstaltungen schuf – darunter auch beim Fusion Festival.

Nun hat das Sozialministerium des Landes eine Verordnung ausgearbeitet, um die Bundesregelungen in die Praxis umzusetzen. Allerdings steht die Zustimmung des Innenministeriums noch aus, während am 8. März eine Landtagswahl bevorsteht. Ohne diesen Schritt können die Tests rechtlich nicht durchgeführt werden.

In Baden-Württemberg bleibt Drug-Checking weiterhin verboten. Doch das Auftauchen von Cychlorphin – einem hochpotenten Designerdrogen – hat zu dringenden Forderungen geführt, das Land solle den bundesweit erlaubten Service einführen. Befürworter argumentieren, dass Tests Überdosen verhindern könnten, indem sie verborgene Gefahren in Straßen-Drogen aufdecken.

Drug-Checking-Dienste gewinnen in Deutschland langsam an Boden, mit Berlin und Mecklenburg-Vorpommern als Vorreiter. Die Programme sind auf Bundesgenehmigungen und landesrechtliche Verordnungen angewiesen, um legal arbeiten zu können.

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Würden sie flächendeckender eingeführt, könnten sie Nutzern entscheidende Informationen über die Substanzen liefern, die sie konsumieren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Baden-Württemberg und andere Bundesländer vor den anstehenden Wahlen nachziehen.