Berliner Osteraktion unterstützt Tafeln gegen steigende Lebenshaltungskosten
Anton HuberBerliner Osteraktion unterstützt Tafeln gegen steigende Lebenshaltungskosten
In Berlin hat eine neue Osteraktion begonnen, um die städtischen Tafeln zu unterstützen. Bis zum 4. April 2026 können Kundinnen und Kunden in 15 Berliner Supermärkten zusätzliche Lebensmittel spenden, um Menschen zu helfen, die mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Lebensmittelhilfe in der Hauptstadt weiter stark ansteigt.
Die Berliner Tafel, Teil eines bundesweiten Netzwerks mit über 970 Standorten, betreibt derzeit 48 Ausgabestellen. Monatlich verteilt sie 660 Tonnen Lebensmittel an rund 94.000 Bedürftige in Obdachlosenunterkünften und Suppenküchen. Ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge sorgen dafür, dass die Abläufe reibungslos funktionieren.
Seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine hat die Nachfrage deutlich zugenommen – fast doppelt so viele Menschen sind mittlerweile auf die Hilfe der Tafeln angewiesen. Lange Schlangen vor den Ausgabestellen sind inzwischen kein ungewöhnlicher Anblick mehr. Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe bezeichnete die Situation als ein "Alarmsignal" für die Politik.
Ehrenamtliche wie Anne, 33, und Uschi, 76, leisten dabei einen entscheidenden Beitrag. Anne kombiniert ihre Arbeit im Kaufhaus KaDeWe mit wöchentlichen Einsätzen bei der Tafel, während Uschi seit 14 Jahren an der Ausgabestelle Magdalenenkirche hilft. Gemeinsam mit Marianne sammeln sie nun in einem Neuköllner Supermarkt Spenden im Rahmen der Osteraktion.
Die Kampagne funktioniert ganz einfach: Kundinnen und Kunden in Edeka-, Rewe- und Kaufland-Filialen werden aufgefordert, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt mitzunehmen und es den Ehrenamtlichen an der Kasse zu übergeben. Die gespendeten Waren werden anschließend sortiert und an Bedürftige verteilt.
Die Osteraktion läuft noch bis zum 4. April in 15 teilnehmenden Supermärkten in ganz Berlin. Die Organisatoren hoffen, dass die Spenden die Tafeln entlasten, da die Nachfrage weiterhin hoch bleibt. Für Freiwillige wie Anne und Uschi geht es darum, sicherzustellen, dass in der Stadt niemand auf das Nötigste verzichten muss.






