31 March 2026, 10:20

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf geplante Gehaltserhöhung

Plakat mit Text, der finanzielle Unterstützung oder Einberufung während einer Krise fordert, mit einer Skizze auf der linken Seite.

Hettich-Mitarbeiter verzichten freiwillig auf geplante Gehaltserhöhung

Tausende Beschäftigte bei Hettich, einem der größten deutschen Möbellieferanten, haben einer Verschiebung einer geplanten Gehaltserhöhung zugestimmt. Die Entscheidung fällt in eine Phase anhaltender finanzieller Belastungen für das Unternehmen. Über 90 Prozent der Mitarbeiter stimmten dem Vorschlag zu, die Erhöhung um ein Jahr aufzuschieben.

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Die um 3,1 Prozent vorgesehene Lohnerhöhung sollte ursprünglich zum 1. April in Kraft treten. Hettich bat die Belegschaft jedoch um Geduld für ein weiteres Jahr und verwies dabei auf schwierige Marktbedingungen. Durch die Verschiebung spart das Unternehmen mehrere Millionen Euro.

Zwischen 2021 und 2026 kämpfte die deutsche Möbelzuliefererbranche mit Lieferkettenstörungen, stark gestiegenen Rohstoffkosten und einer nachlassenden Nachfrage. Hettich sah sich insbesondere mit Halbleiterknappheit, höheren Lohnkosten und dem Wettbewerb durch asiatische Anbieter konfrontiert. Diese Probleme trafen die automatisierte Beschlagproduktion besonders hart.

Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte den Schritt scharf und warf Hettich vor, unzulässigen Druck auf die Beschäftigten ausgeübt zu haben. Durch die Verschiebung entgeht jedem Mitarbeiter in den kommenden zwölf Monaten ein Betrag von über 1.000 Euro. Hettich wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Entscheidung sei transparent getroffen worden und die Belegschaft habe frei entscheiden können.

Mit der Zustimmung der meisten Mitarbeiter sichert sich Hettich kurzfristige finanzielle Entlastung. Das Unternehmen vermeidet so unmittelbare Kostensteigerungen, während die Beschäftigten auf ihre geplante Gehaltserhöhung verzichten. Das Ergebnis spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten wider, mit denen die deutsche Möbelzuliefererbranche zu kämpfen hat.

Quelle