Berlins Hochschulen kämpfen um ihre Zukunft vor der Wahl
Berlins Hochschulen stecken in schwerer finanzieller Krise
Marode Gebäude, steigende Kosten und drohende Kürzungen gefährden die Zukunft der Berliner Universitäten. Geraldine Rauch, die ehemalige Präsidentin der TU Berlin, warnt vor undichten Dächern, gesperrten Gebäuden und möglichen Streichungen von Studienplätzen. Ihre Appelle kommen kurz vor den Berliner Abgeordnetenhauswahlen am 20. September.
Rauch schildert dramatische Zustände an den Hochschulstandorten der Hauptstadt: In Hörsälen tropft es von den Decken, Eimer fangen das Wasser auf. Ganze Gebäude mussten wegen Baufälligkeit geschlossen werden, sodass Studierende und Mitarbeiter:innen ohne ausreichende Räumlichkeiten auskommen müssen. Ohne verlässliche Langzeitfinanzierung, so Rauch, könnten die Universitäten bald selbst grundlegende Betriebskosten nicht mehr decken.
Gleichzeitig steigen die Studiengebühren und verschärfen die finanzielle Belastung der Studierenden. Sollten die Haushalte weiter knapp bleiben, könnten in den kommenden Jahren bis zu 14 Prozent der Studienplätze wegfallen. Rauch kritisiert zudem, dass die politischen Parteien die Anliegen der Studierenden ignorieren – junge Wähler:innen würden in der Debatte überbildungsrelevante Themen übergangen.
Neben der Finanzfrage fordert sie eine Wohnraumpolitik, die Studierenden gerecht wird, die mit explodierenden Mieten und einem begrenzten Angebot zu kämpfen haben. Rauch betont, dass Studierende endlich mehr Mitsprache bei Entscheidungen über ihre eigene Ausbildung erhalten müssten – statt weiterhin an den Rand gedrängt zu werden.
Die anstehenden Wahlen am 20. September werden zeigen, ob Berlins Hochschulen die nötige Unterstützung erhalten. Ohne Kurswechsel drohen weitere Kürzungen bei Studienplätzen, höhere Gebühren und eine Verschlechterung der Bedingungen. Rauchs Warnungen unterstreichen, wie dringend stabile Finanzierung und eine faire Vertretung der Studierenden sind.






