Blizzard streicht umstrittenen "Welterst"-Sieg einer WoW-Gilde – schon wieder
Jonas SchmidtBlizzard streicht umstrittenen "Welterst"-Sieg einer WoW-Gilde – schon wieder
Eine europäische Gilde in World of Warcraft hat erneut für Aufsehen gesorgt, nachdem sie einen angeblichen "Welterst"-Sieg im neuesten Raid des Spiels für sich beansprucht hatte. Die Gruppe RAoV QA Strikes Back besiegte den letzten Boss in Aberrus, der Schatten-Schmelztiegel – doch Blizzard strich ihren Erfolg kurz darauf aus den Aufzeichnungen. Dies ist bereits der nächste umstrittene Triumph der Gilde, die dafür bekannt ist, Spielmechaniken auszunutzen, um Spitzenplatzierungen zu erreichen.
Die Gilde verkündete ihren Erfolg im Raid auf mythischem Schwierigkeitsgrad am Dienstag. Ihre Charaktere trugen jedoch größtenteils grüne und blaue Ausrüstung – weit unter dem Standard, der für eine solche Herausforderung üblich ist. Spieler und Beobachter hinterfragten umgehend, wie ihnen dieser Coup gelingen konnte.
Blizzard reagierte innerhalb weniger Stunden: Der Erfolg wurde aberkannt und der Name der Gilde aus der Ruhmeshalle gelöscht. Der Entwickler hatte bereits in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen ergriffen, als er der gleichen Gruppe einen früheren "Welterst"-Titel aberkannte und mehrmonatige Sperren für die beteiligten Accounts verhängte.
Dieser jüngste Vorfall folgt auf letzte Änderungen von Blizzard am Raid. Kurz vor dessen Veröffentlichung hatte das Studio die Stärke der Bosse deutlich erhöht – einige Fähigkeiten wurden um bis zu 260 % verstärkt. Die Anpassungen sollten einfache Siege verhindern, doch RAoV QA Strikes Back behauptete dennoch einen Erfolg, was die Vermutungen über unfaire Taktiken weiter schürte.
Der jüngste "Erfolg" der Gilde wurde annulliert und unterstreicht Blizzards harte Haltung gegen ausnutzendes Spielverhalten. Die wiederholten Streichungen aus der Ruhmeshalle deuten auf ein Muster von Regelverstößen hin, während der Entwickler weiterhin die Raid-Mechaniken verschärft. Der "Welterst"-Titel für Aberrus bleibt vorerst unbesetzt – keine anerkannte Gruppe hat ihn bisher legitim errungen.






