BMW kämpft mit Gewinnrückgang und setzt auf Elektroauto-Offensive für 2026
Jonas SchmidtBMW kämpft mit Gewinnrückgang und setzt auf Elektroauto-Offensive für 2026
BMW meldet Rückgang bei Gewinnen und Umsatz für 2025
Der bayerische Automobilkonzern verzeichnete einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses um 6,7 % auf 10,2 Milliarden Euro. Der Gewinnrückgang fällt in eine Phase, in der das Unternehmen mit Herausforderungen auf dem chinesischen Markt kämpft und sich gleichzeitig auf einen Führungswechsel im Mai vorbereitet. Investoren werden nun genau beobachten, wie die Marke ihre nächste Phase der Elektroauto-Produktion angeht.
Die finanziellen Schwierigkeiten zeigen sich auch in einem Umsatzrückgang von 6,3 %, der parallel zum Gewinnrückgang eintrat. Analysten warnen, dass die EBIT-Marge der Automobilsparte 2026 aufgrund höherer Zölle um etwa 1,25 Prozentpunkte schrumpfen könnte. Dennoch ruhen die Hoffnungen auf der anstehenden Neue Klasse-Baureihe, zu der auch der rein elektrisch betriebene i3 gehört, dessen Produktion im August 2026 in München starten soll.
Die Neue Klasse soll mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern und einer 800-Volt-Architektur für schnelleres Laden Branchenstandards neu definieren. Ihr Marktstart in diesem Herbst wird eine entscheidende Bewährungsprobe für die zukünftige Profitabilität des Unternehmens. Unterdessen übernimmt Milan Nedeljkovic am 14. Mai 2026 das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Oliver Zipse – nur wenige Tage nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das erste Quartal am 6. Mai.
Seit Januar haben die Aktien des Konzerns etwa 18,4 % an Wert verloren und notieren derzeit bei 78,28 Euro. Dennoch hält das US-amerikanische Analysehaus Bernstein an seiner "Outperform"-Einstufung fest und verweist auf starkes Potenzial, falls es der neuen Führung gelingt, die nachlassende Nachfrage in China mit dem wachsenden Interesse an Elektromodellen in Europa und den USA auszugleichen.
Die weiteren Schritte des Unternehmens hängen maßgeblich vom Erfolg der Elektroauto-Offensive und der Strategie des neuen Vorstandschefs ab. Sollte die Nachfrage in Europa und den USA die Verluste in China ausgleichen, rechnen Analysten bis 2027 mit einer Erholung der Margen. Die Quartalszahlen im ersten Halbjahr und der Produktionsstart noch in diesem Jahr werden klarere Signale für die finanzielle Ausrichtung des Konzerns liefern.






