Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten trotz guter Ernteaussichten
Felix MaierBrandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten trotz guter Ernteaussichten
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – doch die Bauern kämpfen mit steigenden Kosten
In Brandenburg, Deutschlands wichtigstem Spargelanbaugebiet, hat die Saison begonnen. Doch in diesem Jahr belasten höhere Kosten die Landwirte: steigende Dieselpreise und Lohnerhöhungen machen ihnen zu schaffen. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzdruck durch importierten Spargel.
Der Startschuss fiel in Beelitz, dem größten Spargelanbaugebiet Brandenburgs. Die ersten Preise für das Edelgemüse liegen zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Erntemenge in den kommenden Wochen werden sie voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro sinken.
Die Bauern erwarten zwar eine gute Ernte, doch die Ausgaben sind deutlich gestiegen. Allein die Dieselkosten eines Betriebs erhöhen sich aufgrund der Preistreiberei im Zuge des Iran-Konflikts um rund 5.000 Euro alle zehn Tage. Auch die Lohnkosten sind nach der Anhebung des Mindestlohns in die Höhe geschnellt.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Spargellandschaft in Brandenburg leicht verändert: Zwar ist die Gesamtanbaufläche zuletzt etwas geschrumpft, doch das Bundesland bleibt mit Abstand Deutschlands größter Produzent. Gleichzeitig setzt billiger Importware aus Spanien, Mexiko und Griechenland die heimischen Erzeuger unter Druck. Supermärkte fordern niedrigere Preise und zwingen die Bauern so zu weiteren Einsparungen.
Die hohen Anfangspreise spiegeln sowohl die starke Nachfrage als auch die gestiegenen Produktionskosten wider. In den kommenden Wochen müssen die Landwirte ihre Ausgaben im Griff behalten – während die Erntemengen steigen und die Konkurrenz aus dem Ausland nicht nachlässt. Wie sich der Markt an diese Herausforderungen anpasst, wird sich zeigen.






