Bremen geht mit Rekordstrafen gegen illegale Beschäftigung vor
Bremen schlägt mit Rekordmaßnahmen gegen Schwarzarbeit zu
Das Hauptzollamt Bremen hat 2025 mit beispielloser Härte gegen nicht angemeldete Arbeit vorgegangen. Die Behörden leiteten fast 3.500 Strafverfahren ein – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Bei den Ermittlungen wurden durch illegale Beschäftigungspraktiken Schäden in Höhe von über 16 Millionen Euro aufgedeckt.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führte im vergangenen Jahr rund 370 Kontrollen bei Arbeitgebern durch. Im Fokus standen dabei Branchen mit hohem Risiko, in denen Schwarzarbeit besonders verbreitet ist. Mit dieser risikobasierten Strategie zielt die Behörde gezielt auf Unternehmen ab, die bereits durch Verstöße aufgefallen sind.
Gerichte verhängten insgesamt Haftstrafen von über 24 Jahren und verhängten Geldstrafen in Höhe von mehr als 660.000 Euro. Zudem leitete die FKS über 1.600 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein, die zu Bußgeldern von rund 830.000 Euro führten. Die Zahl der Strafverfahren stieg im Vergleich zu 2024 um etwa 400 an und erreichte damit den bisherigen Rekordwert von 2023.
Bundesweit wurden im ersten Halbjahr 2025 im Friseurhandwerk 886 Betriebe überprüft, wobei 982 Strafverfahren eingeleitet wurden. Eine regionale Aufschlüsselung für Bremen liegt jedoch nicht vor, sodass das lokale Ausmaß unklar bleibt.
Die verschärften Kontrollen führten zu erheblichen finanziellen Rückforderungen und Sanktionen. Allein durch Schwarzarbeit entstand ein Schaden von über 16 Millionen Euro, während Geldstrafen und Haftstrafen die Einhaltung der Vorschriften durchsetzten. Die Behörden arbeiten weiterhin daran, ihre Zielmethoden zu verfeinern, um illegale Beschäftigung noch wirksamer zu bekämpfen.
