Bremen kauft verfallenes Koschnick-Haus – Abriss für Stadtaufwertung geplant
Jonas SchmidtBremen kauft verfallenes Koschnick-Haus – Abriss für Stadtaufwertung geplant
Bremen hat den Kauf des seit langem verlassenen Hans-Koschnick-Hauses in der Nähe von Bremen abgeschlossen. Das historische Gebäude, einst ein Wahrzeichen an der Geeststraße 134, soll nun abgerissen werden, um Platz für künftige Neubebauungen in der Nähe zu schaffen. Behörden bezeichnen das Grundstück als langjähriges Problem für das Viertel. Das Hans-Koschnick-Haus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als gemischt genutztes Wohn- und Geschäftshaus errichtet und prägte jahrzehntelang das Gesicht des Stadtteils. Doch seit Jahren steht es leer, und die Bausubstanz ist irreparabel verfallen. Das Anwesen gehörte zuvor der Familie von Hans Koschnick, dem ehemaligen Bremer Bürgermeister. Mit der Zeit entwickelte es sich zu einem Schandfleck, der Anwohner und Besucher gleichermaßen belastete. Bau-Senatorin Özlem Ünsal erklärte kürzlich, das Grundstück erfülle keinerlei sinnvolle Funktion mehr und stelle stattdessen eine Belastung dar. Die Bremer Stadterneuerungsgesellschaft (Brestadt), Bremens Entwicklungsagentur, wird den Abriss koordinieren. Damit übernimmt die Behörde ihr erstes offizielles Projekt im Rahmen der umfassenden Aufwertung in der Nähe von Bremen. Zwar steht der Abriss nun fest, doch über die künftige Nutzung des Areals gibt es bisher keine konkreten Pläne. Mit dem Abriss verschwindet ein langjähriger Störfaktor aus dem Stadtbild. Die Brestadt sorgt für eine fachgerechte und kontrollierte Durchführung der Arbeiten. Noch ist jedoch unklar, was anstelle des Gebäudes entstehen soll.
