Bremen: Pflegeheim schließt – 90 Senioren müssen bis Februar umziehen
Jana SimonBremen: Pflegeheim schließt – 90 Senioren müssen bis Februar umziehen
Pflegeheim in Bremen schließt nach Insolvenzantrag – 90 Bewohner müssen umziehen
Ein Pflegeheim in Bremen wird nach der Beantragung der Insolvenz geschlossen, wodurch alle 90 Bewohnerinnen und Bewohner bis Februar umziehen müssen. Die Einrichtung Leben im Alter gGmbH am Neustädter Kirchweg nannte unhaltbare Immobilienkosten als Grund für die Schließung.
Die finanziellen Schwierigkeiten des Heims zwangen die Leitung zur Einstellung des Betriebs. Trotz Unterstützung durch Bremens Senatorin für Soziales bleibt die Einrichtung nur noch bis Ende Februar geöffnet. Eine Clearingstelle wird derzeit eingerichtet, um die Umzüge der Bewohner zu koordinieren und das Personal bei der Stellenvermittlung zu unterstützen.
Die Bremer Heimstiftung, die in der Stadt über 30 Pflegeeinrichtungen betreibt, hat zugesagt, 50 Bewohner mit hohem Pflegebedarf aufzunehmen. Dieses Angebot steht unter der Voraussetzung, dass Fachkräfte aus dem schließenden Heim übernommen werden. Gleichzeitig werden 16 Bewohner des Betreuten Wohnens in ein vergleichbares Angebot im Stadtteil Huchting verlegt.
Eine Informationsveranstaltung für Mitarbeiter und Angehörige findet am 4. Januar 2023 um 18:00 Uhr statt. Dort werden die nächsten Schritte und die verfügbaren Hilfsangebote während des Übergangs erläutert.
Mit der Schließung müssen alle Bewohner bis Ende Februar die Einrichtung verlassen. Das Angebot der Bremer Heimstiftung bietet für viele eine Lösung, doch für die verbleibenden Bewohner müssen alternative Plätze gefunden werden. Die Clearingstelle soll den Prozess beschleunigen und eine nahtlose Weiterbetreuung sicherstellen.
