Bremen schlägt gegen illegales Glücksspiel zu: Razzien mit Folgen
Razzien gegen illegales Glücksspiel in Bremen führen zu Schließungen mehrerer Spielstätten
Bei einer Großrazzia gegen illegales Glücksspiel in Bremen sind mehrere Lokale geschlossen worden. Behörden kontrollierten vier Einrichtungen und entdeckten dabei nicht genehmigte Spielautomaten, Drogen sowie Verstöße gegen das Glücksspielrecht. Mehreren Betreibern drohen nun Bußgelder, strafrechtliche Ermittlungen oder vorübergehende Schließungen.
Die Aktion begann mit einer Razzia in einer Kneipe im Stadtteil Marßel, wo Beamte illegale Spielgeräte sowie Betäubungsmittel sicherstellten. Das Lokal wurde umgehend geschlossen, zudem wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Drohung durch Drogenhandel eingeleitet.
Im Viertel Steintor musste ein Internetcafé seinen Betrieb einstellen, nachdem Inspektoren verbotene Glücksspielterminals entdeckt hatten. Der 53-jährige Betreiber wurde festgenommen, weil er angeblich Beweismaterial manipuliert haben soll. Gleichzeitig wurde eine Spielhalle in Kattenturm vorübergehend geschlossen, da sie gegen das Bremer Spielhallengesetz verstoßen hatte. Eine Sportsbar in Walle wurde ebenfalls dichtgemacht, nachdem ein illegales Wettterminal aufgespürt worden war. Dem Betreiber drohen hohe Geldstrafen. In der Nähe musste eine Kneipe in Neustadt schließen, als Beamte dort Gäste bei illegalen Kartenspielen und mit Drogen antrafen. Drei weitere Lokale erhielten verwaltungsrechtliche Sanktionen wegen geringfügigerer Verstöße, darunter Verstöße gegen das Nichtrauchergesetz. Eine weitere Spielstätte in Neustadt geriet in den Fokus, weil sie verdächtige Wettterminals ohne die erforderlichen Genehmigungen und ohne ausreichende Spielerschutzmaßnahmen betrieb. Gegen zwei Betreiber wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel und Drohung durch Drogendelikte eingeleitet.
Bei der behördenübergreifenden Aktion wurden vier Spielstätten überprüft, drei vorübergehend geschlossen und eine Person festgenommen. Den Betreibern drohen Geldstrafen, Verwarnungen oder weitere rechtliche Konsequenzen. Die Behörden überwachen weiterhin die Einhaltung der Glücksspiel- und öffentlichen Sicherheitsvorschriften.
