Bremen setzt auf scharfe Verkehrskontrollen – fast 72 Prozent der Zweiräder auffällig
Jana SimonBremen setzt auf scharfe Verkehrskontrollen – fast 72 Prozent der Zweiräder auffällig
Bremer Polizei führt großangelegte Verkehrskontrollen bei Zweirädern durch
Im Rahmen der Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" hat die Bremer Polizei in der vergangenen Woche flächendeckende Verkehrskontrollen bei Fahrrädern und Motorrädern durchgeführt. Dabei wurden rund 435 Zweiräder überprüft – mit dem Ergebnis von fast 315 Verstößen. Wie die Behörden betonten, stand nicht die Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, sondern die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Vordergrund.
Im Fokus der Kontrollen lagen typische Vergehen von Radfahrern und Motorradfahrern. Viele wurden dabei erwischt, wie sie bei Rot über die Ampel fuhren, Gehwege befuhren oder in Einbahnstraßen in die falsche Richtung unterwegs waren. Besonders häufig wurden Rotlichtverstöße an vier Kreuzungen registriert: Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg sowie Osterdeich/Verdener Straße.
Auf der Ausfahrt Hemelingen führten Geschwindigkeitsmessungen zu 35 Sanktionen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Bei Lärmtests stellte sich heraus, dass zwei Motorräder manipulierte Auspuffanlagen hatten, woraufhin die Betriebserlaubnis erlosch. Auch Fahrer, die während der Fahrt illegal ihr Handy nutzten, mussten Strafen zahlen.
Innensenator Dr. Högl machte deutlich, dass es der Kampagne vor allem um Unfallprävention und sichere Mobilität im Alltag gehe. Die hohe Verstoßquote zeige jedoch, dass auf Bremens Straßen weiterhin erhebliche Risiken bestünden.
Die Aktion förderte ein breites Spektrum gefährlichen Verhaltens zutage – von Rotlichtmissachtung bis zu unerlaubten Umbauten. Da fast 72 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge gegen Vorschriften verstoßen hatten, betonten die Beamten die Notwendigkeit weiterer Kontrollen. Weitere Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative der Stadt sind geplant.






