Bremens Bürgermeister verteidigt Archäologin gegen haltlose Vorwürfe bei Militärfriedhof-Ausgrabung
Jana SimonBremens Bürgermeister verteidigt Archäologin gegen haltlose Vorwürfe bei Militärfriedhof-Ausgrabung
Bremens Bürgermeister hat die Landesarchäologin der Stadt nach Vorwürfen wegen Fehlverhaltens bei einer großen Ausgrabung entschieden in Schutz genommen. Eine Bürgerinitiative warf Professorin Uta Halle vor, Funde auf einem ehemaligen Militärfriedhof verschwiegen zu haben. Die Vorwürfe wies Dr. Andreas Bovenschulte, der zugleich Senator für Kulturangelegenheiten ist, als haltlos zurück.
Professorin Halle und ihr Team hatten monatelang das Gelände des alten Militärfriedhofs ausgegraben. Laut offiziellen Angaben der Stadt dokumentierten sie dabei 1.630 vollständige Skelette. Die Bedingungen waren anspruchsvoll: Die Gruppe war während des gesamten Prozesses sowohl körperlich als auch psychisch stark belastet.
Trotz der Herausforderungen hielt das Team hohe Standards in Sachen Sorgfalt und Präzision ein. Es informierte regelmäßig einen Beirat über den Fortschritt und teilte die Entwicklungen mit der Öffentlichkeit. Um Transparenz zu gewährleisten, wurden am Ausgrabungsort Führungen und ein Tag der offenen Tür organisiert.
Die Vorwürfe kamen auf, als die Bürgerinitiative die Handhabung der Funde durch das Team infrage stellte. Sie behauptete, wichtige Entdeckungen seien der Öffentlichkeit vorenthalten worden. Bovenschulte bezeichnete die Anschuldigungen daraufhin als völlig unbegründet und bekräftigte sein vollstes Vertrauen in Halle und die Professionalität ihres Teams.
Die Stadt steht weiterhin fest hinter der Arbeit von Professorin Halle. Die Ergebnisse der Ausgrabung, einschließlich der 1.630 dokumentierten Skelette, wurden im Rahmen der laufenden Transparenzbemühungen veröffentlicht. Bisher gibt es keine Beweise, die die Vorwürfe gegen die Archäologin oder ihr Team stützen würden.
