Bremens Streichung der Förderkurse löst heftige Kritik der FDP aus
Felix MaierBremens Streichung der Förderkurse löst heftige Kritik der FDP aus
Bremens Entscheidung, Förderkurse in Lesen, Schreiben und Mathematik zu streichen, hat scharfe Kritik ausgelöst. Der bildungspolitische Sprecher der FDP, Fynn Voigt, argumentiert, dass diese Kürzungen die Chancengleichheit an Schulen untergraben. Besonders die Sprachförderung müsse seiner Ansicht nach Vorrang vor anderen Ausgaben haben.
Die Landesregierung hatte kürzlich Nachhilfeprogramme gestrichen, die gezielt schwächeren Schülern helfen sollten. Die eingesparten Mittel flossen stattdessen in andere Bildungsprojekte – wie genau sie verwendet werden, bleibt jedoch unklar.
Voigt verurteilte diesen Schritt und betonte, dass solide Deutschkenntnisse die Grundlage für die gesamte schulische Laufbahn eines Kindes bilden. Ohne ausreichende Sprachförderung drohten Schülern langfristige Nachteile, so der Politiker. Seine Kritik richtet sich auch gegen weitere Ausgabenentscheidungen der Regierung, etwa das kostenlose ÖPNV-Ticket für Schüler, das er als weniger dringlich einstuft als gezielte schulische Unterstützung.
Als Reaktion hat die FDP einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht. Der Vorschlag sieht verbindliche, kostengünstige Nachhilfe in den Hauptfächern vor. Voigt ist überzeugt, dass staatlich geförderte Nachhilfe die Belastung für benachteiligte Familien verringern und sicherstellen würde, dass alle Schüler die nötige Unterstützung erhalten.
Für Voigt geht es dabei nicht nur um Finanzfragen, sondern um die richtigen Prioritäten. Die Bildungspolitik müsse sich darauf konzentrieren, was den Schülern wirklich langfristig nutzt, so der Abgeordnete.
Die Kürzungen bei Lese-, Schreib- und Mathematikförderung haben eine Debatte über Bremens Bildungsschwerpunkte entfacht. Der FDP-Vorschlag für bezahlbare Nachhilfe wartet nun auf die Prüfung durch die Abgeordneten. Wird er angenommen, könnte er die Art und Weise verändern, wie das Land Schüler unterstützt, die in zentralen Fächern zurückfallen.
