Bremer Häfen 2025: Bremerhaven wächst um 9,3 Prozent – Bremen kämpft mit Einbruch
Felix MaierBremen's Häfen steigern Ladungsumschlag - Bremer Häfen 2025: Bremerhaven wächst um 9,3 Prozent – Bremen kämpft mit Einbruch
Die Bremer Häfen verzeichnen für das Jahr 2025 gemischte Ergebnisse mit deutlichen Unterschieden zwischen den einzelnen Terminals. Während der Hauptstadthafen einen starken Rückgang hinnehmen musste, verzeichnete Bremerhaven einen spürbaren Anstieg im Güterumschlag. Insgesamt schlugen die beiden Häfen gemeinsam 65,3 Millionen Tonnen um – ein Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Bremer Hafen kämpfte im vergangenen Jahr mit einem Rückgang der Umschlagmengen um 13 Prozent auf nur noch 9,3 Millionen Tonnen. Hauptgründe für den Einbruch waren die Bemühungen um Dekarbonisierung, die schwächelnde Stahlindustrie sowie anhaltende Herausforderungen im Transportsektor.
Dagegen entwickelte sich Bremerhaven positiv und verarbeitete fast 56 Millionen Tonnen Fracht – ein Anstieg um 9,3 Prozent. Zudem wurden 750.000 TEU (Standardcontainer-Äquivalente) umgeschlagen, 2 Prozent mehr als 2024. Dieses Wachstum fiel in eine Phase des globalen Aufschwungs im Containerverkehr, der um 4 Prozent auf 1,05 Milliarden TEU stieg.
Bremerhaven belegt damit Platz drei unter den deutschen Häfen im Containerumschlag, hinter Hamburg (8,3 Millionen TEU, +1,5 Prozent), aber vor Wilhelmshaven (850.000 TEU, +5 Prozent). Treiber des Wachstums war vor allem der gesteigerte internationale Umschlag, insbesondere aus Asien.
Kristina Vogt, Bremens Senatorin für Wirtschaft, betonte die Bedeutung dieser Entwicklung. Sie verwies darauf, dass ein stärkerer Güterumschlag Arbeitsplätze in der Region sichere, die Steuereinnahmen stärke und zur wirtschaftlichen Stabilität beitrage.
Die Zahlen für 2025 zeigen eine klare Zweiteilung in der Performance der Bremer Häfen. Die Zugewinne Bremerhavens im Container- und Massengutumschlag glichen die Verluste Bremens aus und hoben die Gesamtmenge auf 65,3 Millionen Tonnen. Die Ergebnisse spiegeln größere Verschiebungen in den Handelsströmen und der industriellen Nachfrage wider.
