Bremerhaven baut neuen Nordpier für besseren Hochwasserschutz und Schifffahrt bis Ende 2027
Felix MaierRückkehr eines Wahrzeichens: Beginn des Baus der Nordmole - Bremerhaven baut neuen Nordpier für besseren Hochwasserschutz und Schifffahrt bis Ende 2027
Bremerhaven beginnt Bau des neuen Nordpiers als Ersatz für die 2022 abgerissene Altanlage
Für 32,2 Millionen Euro entsteht am Geeste-Außenhafen und Fischereihafen ein neuer Nordpier, der den Hochwasserschutz verbessern und die Schifffahrt erleichtern soll. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Der alte Nordpier, wegen seiner Schieflage scherzhaft "Schiefer Turm von Bremerhaven" genannt, musste abgerissen werden, nachdem er zu sinken begonnen hatte. Sein Nachfolger wird 280 Meter lang und die Einfahrt zum Fischereihafen verbreitern. Für die Baustellenvorbereitung werden rund 140.000 Kubikmeter Erde – sowohl an Land als auch unter Wasser – umgelagert.
Die neue Konstruktion besteht aus zwei parallelen Spundwänden mit einer verstärkten Betonkrone. Über 3.500 Tonnen Stahl werden verbaut. Daneben erhält der Hafen eine neu errichtete Bake mit der markanten roten Kappe als weithin sichtbares Zeichen für die Hafeneinfahrt.
Das heutige Leuchtfeuer, ein 14 Meter hoher Turm mit rotem Signal, ersetzte Anfang des 20. Jahrhunderts einen neugotischen Vorgängerbau von 1857. Seine Kuppel, einst grün, wurde in den 1950er-Jahren rot gestrichen. Obwohl das Bauwerk 2001 unter Denkmalschutz gestellt wurde, musste es im August 2022 nach jahrzehntelanger Nichtnutzung für die Schifffahrt abgerissen werden.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der neue Pier den Hochwasserschutz stärken und Schiffen eine sicherere Zufahrt ermöglichen. Die verbreiterte Einfahrt soll zudem die Navigation zum Fischereihafen erleichtern.
Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen. Die Anlage verbindet moderne Materialien mit der Wiederbelebung eines historischen Leuchtfeuers und dient sowohl dem Küstenschutz als auch der effizienteren Hafenlogistik.
