Bremerhavens Bürgermeister Grantz tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück
Jonas SchmidtBremerhavens Bürgermeister Grantz tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück
Bremerhavens Bürgermeister Melf Grantz wird diesen Sommer nach Jahren im Amt zurücktreten. Sein Rücktritt erfolgt aus gesundheitlichen Gründen und hinterlässt in der Stadt die Vorbereitungen auf eine neue Führungspersönlichkeit. Die SPD hat bereits einen Nachfolger bestimmt; die offizielle Nominierung ist für den 17. Januar angesetzt.
Grantz kündigte seinen Rücktritt wegen gesundheitlicher Probleme an und bestätigte, dass er nicht länger als weitere sechs Monate im Amt bleiben werde. Sein Ausscheiden löst die Suche nach einem Nachfolger aus: Die Stelle des Bürgermeisters wird im Februar offiziell ausgeschrieben, die Wahl ist für den Sommer geplant.
Die SPD hat Martin Günther als ihren Kandidaten ausgewählt. Günther, seit 1992 Parteimitglied, stieg 1999 in die Politik ein und war von 2010 bis 2019 Senator in Bremen. Dort zeichnete er für Wirtschaft, Häfen, Justiz sowie Verfassungsfragen verantwortlich. Aktuell leitet er in Bremerhaven das Ressort für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen – ein Amt, das er am 1. Januar 2024 übernahm. Seine Zeit in dieser Position dürfte jedoch kurz sein, da seine Nominierung zum Bürgermeister auf einen zügigen Wechsel hindeutet. Innerhalb der SPD genießt Günther großes Ansehen und sitzt zudem im Aufsichtsrat der Weser-Elbe Sparkasse. Über weitere mögliche SPD-Kandidaten aus dem Auswahlverfahren von Januar 2023 sind keine Details bekannt. Aktuelle Suchergebnisse listen lediglich Mitglieder der 21. Bremischen Bürgerschaft auf, darunter den SPD-Vorsitzenden Mustafa Güngör.
Günthers Nominierung wird am 17. Januar offiziell bestätigt und ebnet den Weg für die Sommerwahl. Seine Erfahrung in kommunaler und Landespolitik macht ihn zu einem starken Anwärter. Nun wartet die Stadt auf den Beginn des offiziellen Wahlkampfs im Februar.
