Bundespolizei droht Ausfall aller Körperkameras durch gescheiterte Beschaffung
Felix MaierBundespolizei droht Ausfall aller Körperkameras durch gescheiterte Beschaffung
Bundespolizei droht Engpass bei funktionstüchtigen Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte schon bald keine einsatzbereiten Körperkameras mehr haben. Ein gescheiterter Beschaffungsauftrag bringt die Beamten im kommenden Jahr in die Gefahr eines schweren Mangels. Die Situation wirft Fragen zur Sicherheit und Beweissicherung auf.
Die Probleme begannen, als die Ausschreibung für 2.500 neue Körperkameras platzte. Optional waren zusätzlich 1.500 Geräte im Rahmen des 5-Millionen-Euro-Budgets vorgesehen. Doch nachträgliche Forderungen wie austauschbare Akkus machten das Angebot für Lieferanten unattraktiv.
Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen – etwas, das die Polizeigewerkschaft bereits vor einem Jahr erfuhr. Ohne neue Geräte könnten die Beamten 2023 ohne funktionierende Kameras dastehen.
Die Behörden hoffen nun, dass der jetzige Lieferant die Betreuung vorläufig verlängert. Das würde zwar Millionen kosten, könnte aber Zeit für eine dauerhafte Lösung verschaffen. Einige Kameramodelle sind nahtlos mit den Einsatztasern der Polizei kompatibel, was ihren Nutzen im Einsatz erhöht.
Besonders in Bahnhöfen haben die Kameras dazu beigetragen, Konflikte zu entschärfen und aggressive Vorfälle zu verhindern. Zudem liefern sie entscheidende Beweise in Strafverfahren.
Das Bundesinnenministerium steht unter Druck, schnell zu handeln. Ohne Gegenmaßnahmen droht der Polizei eine erhebliche Ausrüstungslücke. Die Kameras spielen eine zentrale Rolle – sowohl für die Sicherheit der Beamten als auch für gerichtliche Verfahren.
