Bundesregierung streicht Solarförderung für kleine Dachanlagen ab 2025
Jonas SchmidtReiches Ministerium plant Kürzungen bei Solarförderungen - Bundesregierung streicht Solarförderung für kleine Dachanlagen ab 2025
Die deutsche Bundesregierung plant die Streichung von Fördergeldern für kleine Dach-Solaranlagen bis zu 25 Kilowatt Leistung. Betroffen sind Anlagen, die laut Behördenangaben keine 'bafa förderung' oder 'kfw förderung' mehr benötigen. Kritiker warnen jedoch, dass dieser Schritt die Solarausbauziele des Landes bremsen und einen zentralen Baustein der Energiewende untergraben könnte. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche treibt die Reform voran und verweist auf sinkende Kosten für Solarmodule und Batteriespeicher. Ein Arbeitsentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sieht vor, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu überarbeiten, um die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit in den Vordergrund zu stellen. Bestehende Solaranlagen behalten ihre Förderung im Rahmen des Bestandsschutzes. Neu installierte Kleinstanlagen würden jedoch keine finanziellen Anreize mehr erhalten. Die Opposition reagierte umgehend mit scharfer Kritik. Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, bezeichnete die Förderprogramme als Erfolgsgeschichte, die fortgeführt werden müsse. Die grüne Politikerin Katrin Uhlig sprach von einem 'Angriff auf die Energiewende'. Gleichzeitig warnte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), dass der Wegfall der Anreize das Wachstum der Solarbranche deutlich verlangsamen könnte. 2023 wurden in Deutschland über eine Million neue Photovoltaikanlagen installiert, davon mehr als 293.000 mit einer Leistung von unter zwei Kilowatt. Wie viele Anlagen genau in die 25-Kilowatt-Kategorie fallen, ist bisher unklar. Die geplanten Kürzungen sollen ab kommendem Jahr für Neuanlagen greifen. Während ältere Solarsysteme ihre Förderung behalten, befürchten Branchenverbände, dass die Änderungen zu einem Rückgang neuer Projekte führen werden. Die Regierung hält dagegen, dass gesunkene Preise und verbesserte Technologien die Subventionen für diese Anlagen überflüssig machten.
