25 February 2026, 12:37

Caritas weitet Suizidprävention U25 auf Mainz, Worms und Rüsselsheim aus

Ein Plakat mit dem Text "Selbstmordpräventionsmonat - Du hast Optionen, Behandlungen sind verfügbar, sprich mit deinem Arzt" und einem Logo neben einem Paar Schuhe auf der Straße.

Online-Selbstmordprävention in Mainz, Worms und Rüsselsheim - Caritas weitet Suizidprävention U25 auf Mainz, Worms und Rüsselsheim aus

Der Caritasverband hat sein Online-Suizidpräventionsangebot U25 auf Mainz, Worms und Rüsselsheim ausgeweitet. Damit steigt die Zahl der Standorte bundesweit auf 14. Ziel der Erweiterung ist es, mehr jungen Menschen in Krisensituationen kostenlose und vertrauliche Unterstützung zu bieten.

Suizid bleibt in Deutschland die häufigste Todesursache unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, betont. Um dem entgegenzuwirken, bietet die Organisation seit 2001 die U25-Onlineberatung an – ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für Betroffene. Allein im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 1.700 junge Menschen durch den Dienst begleitet.

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Das Projekt setzt auf Peer-Beratung: Junge Ehrenamtliche werden darin geschult, Gleichaltrigen in Krisen zur Seite zu stehen. Für die drei neuen Standorte im Bistum Mainz durchlaufen 380 Peer-Beraterinnen und -Berater eine 32-stündige Vorbereitung. Ihre Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass sich kein junger Mensch in einer Notlage allein oder ohne Hilfe fühlt.

Rheinland-Pfalz' Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die als Botschafterin für das Projekt fungiert, unterstrich die Bedeutung leicht zugänglicher Beratungsangebote. Besonders wichtig sei es, dass junge Menschen in schwierigen Lebenslagen wissen, dass sie Unterstützung erhalten, wenn sie sie am dringendsten benötigen.

Der Deutsche Caritasverband fordert zudem eine stärkere rechtliche Verankerung der Suizidprävention. Die Organisation appelliert an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, das Suizidpräventionsgesetz zügig zu verabschieden. Damit sollen klare Rahmenbedingungen für Präventionsprogramme geschaffen und der Zugang zu Beratungsangeboten verbessert werden. Zudem geht es darum, die Finanzierung der drei neuen Standorte bis 2028 zu sichern – analog zu den bereits bestehenden 11 Einrichtungen.

Mit der Ausweitung von U25 nach Mainz, Worms und Rüsselsheim wächst die Reichweite der peer-basierten Suizidprävention. Durch geschulte Ehrenamtliche und politische Unterstützung soll das Angebot durch frühzeitige Hilfen die Suizidrate bei Jugendlichen senken. Als nächster Schritt steht die langfristige Absicherung von Finanzierung und rechtlichen Grundlagen an, um das Wachstum des Programms zu gewährleisten.