Dehoga-Chef warnt vor höheren Arbeitskosten und Bürokratie-Flut durch Reformpläne
Felix MaierDehoga-Chef warnt vor höheren Arbeitskosten und Bürokratie-Flut durch Reformpläne
Ingo Schimke, Chef des Dehoga-Gastgewerbeverbands, hat Bedenken gegen aktuelle Pläne zur Erhöhung der Arbeitskosten geäußert. Solche Maßnahmen würden seiner Ansicht nach weder das Wachstum ankurbeln noch die Jobchancen der Beschäftigten verbessern.
Besonders kritisch äußerte sich Schimke zu einem Vorstoß von DGB-Chefin Yasmin Fahimi, betriebliche Altersvorsorge verpflichtend einzuführen. Dies würde seiner Warnung zufolge Bürokratie verstärken und die tatsächlichen Kosten für Unternehmen in die Höhe treiben. Ähnliche Risiken sieht er bei anderen diskutierten Vorhaben zur Erhöhung der Lohnnebenkosten.
Mit Nachdruck betonte er die Dringlichkeit des geplanten Arbeitszeitgesetzes. Da die Zeit davonläuft, forderte Schimke die Politiker auf, schnell zu handeln. Zudem hofft er, dass der Krisengipfel im Kanzleramt vor der Sommerpause ein klares Signal für die Einführung einer einheitlichen Wochenarbeitszeit setzt.
Schimke erwartet von den Koalitionsspitzen, dass sie die vereinbarten Reformen zügig vorantreiben. Gleichzeitig kritisierte er die Haltung einiger Gewerkschaften: Stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft entstünden durch Pragmatismus, nicht durch Klassenkampf.
Große Erwartungen setzt der Branchenverband in den anstehenden Krisengipfel. Schimke ist überzeugt, dass jetzt entschlossenes Handeln nötig ist, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Er besteht darauf, dass die Politik die Reformen ohne weitere Verzögerungen umsetzen muss.






