Der ehrlichste Kieferorthopäde Deutschlands – warum seine Branche ihn boykottiert
Jonas SchmidtDeutschlands ehrlichster Zahnarzt: Warum Kollegen ihn boykottieren - Der ehrlichste Kieferorthopäde Deutschlands – warum seine Branche ihn boykottiert
Alexander Spassov gilt als Deutschlands ehrlichster Kieferorthopäde. Seine Recherchen deckten weitverbreitete Missstände in der Kieferorthopädie auf – von überteuerten bis hin zu unnötig langwierigen Behandlungen. Doch sein öffentliches Engagement hat einen Preis: Kollegen meiden ihn inzwischen, weil er die gängigen Praktiken des Fachgebiets infrage stellt.
Eigentlich wollte Spassov Professor für Kieferorthopädie werden. Stattdessen widmete er sich der Aufdeckung von Fehlentwicklungen in der Branche. Seine Erkenntnisse zeigten, dass viele Patienten übermäßig lange und oft zu teure Kieferorthopädie-Behandlungen erhielten.
Seine Offenheit stieß auf wenig Gegenliebe. Die Kieferorthopädie-Szene reagierte mit scharfer Ablehnung, viele Kollegen boykottieren ihn seither. Trotz seiner Enthüllungen hat sich das öffentliche Bild von Kieferorthopädie in Deutschland kaum verändert. Suchanfragen fördern keine Hinweise darauf zutage, dass sich die Wahrnehmung von Zahnspangen oder ähnlichen Eingriffen seit Bekanntwerden seiner Arbeit spürbar gewandelt hätte.
Spassov spricht weiterhin offen über die von ihm aufgedeckten Probleme. Doch seine Haltung hat ihn isoliert – in einem Berufsstand, der sich nur widerwillig mit eigenen Schwächen auseinandersetzt.
Seine Forschung legte strukturelle Defizite der Kieferorthopädie offen, doch die Branche wehrt sich gegen Veränderungen. Sein Karriereweg nahm eine unerwartete Wendung, als er sich für Transparenz statt für Tradition entschied. Bisher haben seine Erkenntnisse jedoch keine breitere Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung kieferorthopädischer Behandlungen ausgelöst.
