04 March 2026, 01:43

Deutsche Telekom setzt 2025 auf Digitalisierung, Glasfaser-Turbo und Führungsstabilität

Nahaufnahme eines Server-Regals in einem Rechenzentrum mit elektronischen Geräten und Verbindungsdrähten, die ein Netzwerk bilden.

Deutsche Telekom setzt 2025 auf Digitalisierung, Glasfaser-Turbo und Führungsstabilität

Die Deutsche Telekom kündigt weitreichende Veränderungen auf ihrer Pressekonferenz zu den Finanzzahlen 2025 an. Konzernchef Timotheus Höttges betont trotz wirtschaftlicher Herausforderungen eine starke Unternehmensperformance, kritisiert aber gleichzeitig neue EU-Vorschriften. Das Unternehmen gibt Pläne bekannt, die Geschäftsprozesse zu verschlanken, die App-Dienste im App Store auszubauen und den Glasfaserausbau zu beschleunigen.

Rodrigo Diehl, Chef von Telekom Deutschland, präsentiert ehrgeizige Ziele für digitale Kundenservices und schnellere Breitbandanschlüsse. Zudem werden Verlängerungen in der Führungsetage sowie eine neue Leistungsinitiative angekündigt.

Höttges eröffnet die Veranstaltung mit einem Rückblick auf ein schwieriges Jahr, geprägt von steigenden Kosten, hartem Wettbewerb und Währungsschwankungen. Er dankt den Mitarbeitenden für ihr Engagement, das zu soliden Finanzzahlen geführt hat. Gleichzeitig kritisiert er geopolitische Spannungen und das EU-Gesetz zu digitalen Netzen (Digital Networks Act), die seiner Meinung nach unnötige Bürokratie mit sich bringen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Vorstandsvorsitzende bestätigt zudem die Vertragsverlängerungen für zwei Schlüsselmanager: Thorsten Langheim und Dr. Ferri Abolhassan. Ihre erneute Bestellung unterstreicht die Kontinuität in der Führungsstrategie des Konzerns. Flankierend stellt Höttges die Initiative T-Style vor, die die Performance steigern, interne Hürden abbauen und die Zusammenarbeit zwischen den Teams verbessern soll.

Rodrigo Diehl erläutert im Anschluss die Fortschritte bei Kundenwachstum und digitaler Transformation. So verzeichnet das Unternehmen 2025 fast 600.000 neue Glasfaserkunden – bis 2027 soll die Marke von einer Million erreicht werden. Um die Installation zu beschleunigen, kündigt Diehl ein neues Verfahren für Mehrfamilienhäuser an, das die Anschlusszeiten von Monaten auf lediglich 30 Sekunden reduzieren soll.

Die Mein-Magenta-App wird künftig als zentrale Plattform für Kundenservices dienen, mit dem Ziel, 70 Prozent der Vertragsverlängerungen digital abzuwickeln. Diehl betont zudem eine stärkere Fokussierung auf die Kernmarke Telekom, die bei Geschäftskunden, Privatnutzer:innen und preisbewussten Verbraucher:innen Zuwächse verzeichnet. Verbraucherschützer:innen äußern jedoch Bedenken wegen langer Wartezeiten bei Glasfaseranschlüssen und unaufgeforderter Haustürwerbung.

Auffällig ist in diesem Jahr die breitere Repräsentation des Führungsteams auf der Pressekonferenz – ein Zeichen für mehr Transparenz und Zusammenarbeit im Konzern. Die Tochter T-Systems beschäftigt weiterhin zwischen 45.000 und 50.000 Mitarbeiter:innen weltweit, der Großteil davon in Deutschland, mit bedeutenden Standorten in den USA, Indien, Brasilien und mehreren europäischen Ländern.

Höttges schließt mit dem Appell, in einem sich rasant wandelnden Markt agiler zu werden. Innovation und Effizienz müssen im Gleichgewicht bleiben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die jüngsten Ankündigungen der Telekom deuten auf einen Kurs hin, der digitale Services beschleunigt und Abläufe verschlankt. Ziel ist es, Vertragsverlängerungen weitgehend über die App abzuwickeln und gleichzeitig den Glasfaserausbau voranzutreiben. Führungsstabilität und neue Leistungsinitiativen unterstreichen den Fokus auf nachhaltiges Wachstum – doch regulatorische Hürden und Kundenservice-Probleme bleiben Herausforderungen.