06 February 2026, 12:38

Deutschland nimmt Abschiebungen nach Syrien wieder auf – doch nur für schwere Straftäter

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnenstangen, unter einem bewölkten Himmel.

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Deutschland hat nach langer Pause aufgrund des Bürgerkriegs in Syrien die Abschiebungen dorthin wiederaufgenommen. Der Schritt folgt einer Entscheidung aus dem Jahr 2024, wonach nur verurteilte Straftäter und Sicherheitsrisiken abgeschoben werden sollen. Bisher bleiben die Zahlen jedoch gering: Seit Dezember 2025 gab es lediglich einen bestätigten Fall.

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Abschiebungen nach Syrien waren 2011 mit der Eskalation des Konflikts zunächst ausgesetzt worden. Erst Ende 2024 begannen die Behörden erneut, ausländische Straftäter zurückzuführen – streng beschränkt auf Personen mit schweren Vorstrafen oder Verbindungen zum Extremismus. Offizielle Unterlagen zeigen, dass bis Februar 2026 nur ein syrischer Verurteilter abgeschoben wurde: Er wurde mit einem Linienflug nach Damaskus gebracht.

Eine spezielle Taskforce in Baden-Württemberg bearbeitet derzeit fast 900 Fälle von hochriskanten ausländischen Staatsbürgern. Davon sind 33 syrische Straftäter, gegen die bereits Abschiebeverfügungen vorliegen; einige befinden sich bereits in Haft. Seit ihrer Gründung vor acht Jahren hat die Einheit 618 gefährliche Personen – darunter Wiederholungstäter – des Landes verwiesen.

Aktuelle Berichte verzeichnen weitere Fortschritte: 585 Straftäter wurden abgeschoben, während bei 341 Verdächtigen die Identität geklärt werden konnte. Eine genaue Gesamtzahl für syrienspezifische Abschiebungen jenseits des einen bestätigten Falls liegt jedoch nicht vor.

Die Wiederaufnahme der Abschiebungen markiert einen Politikwechsel nach Jahren der Aussetzung. Bisher wurde nur ein syrischer Krimineller abgeschoben, das Verfahren bleibt auf schwere Fälle streng begrenzt. Die Behörden prüfen und bearbeiten weiterhin Hunderte hochpriorisierte Personen im ganzen Land.