Deutschlandticket verändert Mobilität: Auto bleibt Spitzenreiter, doch ÖPNV holt auf
Anton HuberMit Auto, Fahrrad oder zu Fuß: Wie sich Deutschland bewegt - Deutschlandticket verändert Mobilität: Auto bleibt Spitzenreiter, doch ÖPNV holt auf
Eine neue Studie zu den Verkehrsgewohnheiten in Deutschland zeigt wandelnde Trends bei der Fortbewegung der Menschen. Das Auto bleibt zwar das dominierende Verkehrsmittel, doch zu Fuß gehen, Radfahren und der öffentliche Nahverkehr gewinnen an Bedeutung. Die Einführung des Deutschlandtickets hat dabei eine zentrale Rolle gespielt – es macht den ÖPNV zugänglicher und erschwinglicher.
Autos sind nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel und decken 73 Prozent aller zurückgelegten Kilometer ab. Dies liegt vor allem an längeren Strecken, auf denen Alternativen weniger praktikabel sind. Allerdings ist ihr Anteil an der Gesamtzahl der Fahrten von 57 Prozent im Jahr 2017 auf 53 Prozent im Jahr 2023 gesunken. Fast die Hälfte aller Autos steht an einem durchschnittlichen Tag ungenutzt herum, während die tägliche Fahrleistung im Schnitt nur noch 26 Kilometer beträgt.
Die Studie verdeutlicht einen allmählichen Wandel weg von der Autodominanz, auch wenn private Fahrzeuge bei der Gesamtkilometerleistung weiterhin führen. Der Erfolg des Deutschlandtickets deutet darauf hin, dass der öffentliche Nahverkehr weiter wachsen könnte, wenn Bezahlbarkeit und Benutzerfreundlichkeit Priorität behalten. Da die Finanzierung bis 2030 gesichert ist, wird das Ticket voraussichtlich ein zentraler Bestandteil des deutschen Verkehrsangebots bleiben.
