29 January 2026, 00:30

Die Linke verdoppelt Mitgliederzahl und setzt auf frische Spitzenkandidatin in Berlin

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Spitzenkandidaten der Linkspartei rennen erneut bei der Juni-Konferenz - Die Linke verdoppelt Mitgliederzahl und setzt auf frische Spitzenkandidatin in Berlin

Die Linke verzeichnet einen deutlichen Mitgliederschub und hat ihre Zahlen bis Ende 2025 mehr als verdoppelt. Unter der Führung von Ines Schwerdtner und Jan van Aken bereitet sich die Partei nun auf wichtige Wahlen und einen Bundesparteitag im Juni vor. Ihr Fokus liegt darauf, den linken Einfluss in Ost- und Westdeutschland zu stärken und gleichzeitig konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen durchzusetzen.

Ines Schwerdtner und Jan van Aken übernahmen im Oktober 2024 die Doppelspitze der Partei. Seither ist die Mitgliederzahl von etwa 60.000 auf 123.126 bis Ende 2025 gestiegen. Die durchschnittlichen Mitglieder sind heute jünger und häufiger weiblich – ein Zeichen für den Wandel in der Parteibasis.

Der Bundesparteitag der Linken findet im Juni in Potsdam statt, wo Schwerdtner und van Aken für eine weitere Amtszeit kandidieren werden. Ihr Programm zielt darauf ab, linke Politik im Alltag sichtbar zu machen und im Parlament wirksam zu verankern.

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In Berlin hat die Partei die 44-jährige Wohnungsaktivistin Elif Eralp als Spitzenkandidatin für die Landeswahl 2026 nominiert. Eralp, die keine Berufspolitikerin ist, fordert den amtierenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) heraus. Ihr Wahlkampf konzentriert sich auf Wohnungsreformen – darunter die Enteignung großer Wohnungsunternehmen – sowie auf Migration, Frauenrechte und eine Politik, die die Gräben zwischen jüdischen und palästinensischen Gemeinschaften überbrücken soll. Antisemitismusvorwürfe der CDU wies sie als haltlos zurück.

Die Linke strebt an, in Berlin erstmals stärkste Kraft zu werden und gleichzeitig in zwei westdeutsche Landesparlamente einzuziehen. Gleichzeitig will sie verhindern, dass die AfD in Ostdeutschland an Einfluss gewinnt, wo die rechtsextreme Partei bereits Fuß gefasst hat.

Mit wachsender Mitgliederbasis und einer klaren Strategie für die Wahlen 2026 positioniert sich die Linke als Kraft für politische Veränderungen im Alltag. Die Ergebnisse des Junipartitags und der Berliner Landeswahl werden zeigen, ob ihre Ziele – die AfD zu blockieren und in neue Regionen vorzudringen – Realität werden.