07 February 2026, 00:55

Dieter Stegmann erhält Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk in der Bremer Inklusionsbewegung

Eine Zeichnung eines Kreuzes mit zwei Medaillen, darunter das Verdienstkreuz von 1831, mit einer Inschrift auf der linken Medaille.

Dieter Stegmann erhält Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk in der Bremer Inklusionsbewegung

Dieter Stegmann wurde mit dem Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk in der Behindertenrechtsbewegung in Bremen ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt mehr als vier Jahrzehnte seines Einsatzes für Inklusion und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte seinen unermüdlichen Einsatz für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen in Bremen und darüber hinaus.

Stegmanns beruflicher Werdegang begann als Sozialpädagoge bei conpart Bremen e.V., bevor er 1984 zum Landesverband Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung (LAGS) wechselte. Dort entwickelte er sich zu einer prägenden Stimme für Reformen und setzte sich für stärkere rechtliche Absicherungen sowie partizipative Strukturen ein.

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Zwölf Jahre lang, von 2008 bis 2020, leitete er als Vorsitzender den LAGS und trieb die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bremen voran. Seine Arbeit war entscheidend für die Ausarbeitung des Bremer Landesbehindertengleichstellungsgesetzes, das neue Maßstäbe in Sachen Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz setzte. Auch nach seinem Rücktritt als Vorsitzender blieb er in Verwaltungsgremien aktiv.

Dr. Claudia Schilling, Bremens Senatorin für Soziales, überreichte die Auszeichnung. Sie betonte Stegmanns Verdienst, die Eingliederungshilfe hin zu einem menschenrechtsbasierten Ansatz weiterentwickelt zu haben. Sein Einfluss reichte dabei weit über die lokale Politik hinaus und prägte die bundesweite Debatte um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Das Bundesverdienstkreuz würdigt Stegmanns nachhaltige Wirkung auf die Bremer Behindertenrechtsbewegung. Seine Initiativen haben rechtliche Rahmenbedingungen gestärkt und den Alltag von Menschen mit Behinderungen spürbar verbessert. Die Auszeichnung unterstreicht zugleich die anhaltende Bedeutung von basisdemokratischem Engagement für die Gestaltung inklusiver Politik.